Erstellt am 10. Juli 2018, 02:40

von Wolfgang Wallner

Hermann Pernsteiner will angreifen . Seit Samstag läuft die Österreich-Rundfahrt. Am Freitag kommen die Radstars nach Niederösterreich. Hermann Pernsteiner aus Kirchschlag will am Ende ganz vorne landen.

Hermann Pernsteiner (2. v. r.) will bei den schweren Bergetappen attackieren. Vor allem für die NÖ-Etappe auf den Sonntagberg nimmt sich der Bergspezialist aus der Buckligen Welt viel vor.  |  APA/JFK

Die Österreich-Rundfahrt feiert Jubiläum. Zum 70. Mal treten die internationalen Radstars quer durch Österreich in die Pedale. Schwerer war die Tour zuvor wohl nie.

Mit dem Kitzbüheler Horn am Montag (Anm. nach Redaktionsschluss) und dem Großglockner am Mittwoch warten zwei Bergankünfte auf die Radprofis. Die sollen aber nicht die letzten Prüfungen bleiben. Die Entscheidung um den Rundfahrtsieg wird wohl bei der NÖ-Etappe fallen. Dort wartet erneut eine Bergankunft am Sonntagberg. Ehe vor der berühmten Basilika die Ziellinie wartet, muss der Rundkurs über Waidhofen/ Ybbs und den Sonntagberg allerdings viermal bewältigt werden.

Einer, der sich das sogar recht zügig zutraut, ist Hermann Pernsteiner. Der stammt aus Kirchschlag in der Buckligen Welt und ist bezeichnenderweise Bergspezialist. Bei seinem Rundfahrt-Debüt 2016 wurde der 28-Jährige auf Anhieb Sechster. Diesmal plant er sogar mehr: „Ich sehe mich derzeit ganz gut in Form. Ein Top-fünf-Platz gesamt wäre möglich. Das Profil kommt mir entgegen, es ist eine sehr schwere Rundfahrt.“

Pernsteiner hat ein „Luxusproblem“

Ob er aber auch so schnell fahren darf, wie er will, wird sich erst im Laufe der Rundfahrt herauskristallisieren. Pernsteiner kommt nämlich mit einem bärenstarken Team in die Heimat. Giovanni Visconti, Antonio Nibali und Enrico Gasparotto melden allesamt Ansprüche auf einen Spitzenplatz an. Am Kitzbüheler Horn wird sich zeigen, wer am besten in Form ist und wen die Kollegen des Bahrain Merida-Teams als ihren Kapitän unterstützen.

Gleichzeitig mit der Österreich-Rundfahrt hob die berühmte Tour de France an. Dort steht mit dem 24-jährigen Haidershofener (Bezirk Amstetten) Gregor Mühlberger ebenfalls ein Niederösterreicher am Start.