Erstellt am 18. Mai 2018, 12:15

von APA Red

Wurfscheiben-EM ab 30. Juli in Leobersdorf.

Martin Feilhammer  |  NOEN, Christelli

Mit einer perfekten Serie hat sich Skeet-Schütze Sebastian Kuntschik bei der Präsentation der erweiterten Anlage in Leobersdorf auf die kommenden Heimbewerbe eingestimmt. Der Olympia-Teilnehmer zählt neben Martin Feilhammer und Andreas Scherhaufer bei der stark besetzten Austria Trophy am Wochenende und der Wurfscheiben-EM (30.7.-13.8.) zu den heimischen Hoffnungen. Ab 31. August beginnt bei der WM die Olympia-Qualifikation für 2020.

Der Shootingpark Leobersdorf von Josef Hahnenkamp wurde von drei auf fünf Anlagen für Skeet- und Trap-Schützen erweitert, mit der auch bei den Sommerspielen 2020 eingesetzten Technik ausgestattet und ist nach Investitionen von insgesamt 1,5 Millionen Euro absolut EM-würdig. 750 Schützen aus 46 Ländern werden zu dem Großereignis erwartet. Bei der Generalprobe am Wochenende sind auch Olympiasieger dabei.

Die heimische Elite, angeführt von Kuntschik und Martin Feilhammer (beide Skeet) sowie Andreas Scherhaufer (Trap), trifft bei dem Ende Juli startenden ersten Saisonhöhepunkt auf Profis, die mit ihren Flinten im Training weit mehr Schüsse abfeuern. "Wir kommen auf 20.000 Schuss pro Jahr, das ist die Untergrenze", sagte Feilhammer, der sich wie Kuntschik die Olympia-Teilnahme in Tokio zum Ziel gesetzt hat. Die erste Möglichkeit auf einen Quotenplatz gibt es bei der WM in Changwon (Südkorea) Anfang September.

Für optimale Trainingsbedingungen nimmt das Duo lange Anreisen auf sich. Der 28-jährige Feilhammer wohnt in Ladendorf im Weinviertel, Kuntschik fährt aus Oberndorf im Salzburger Flachgau in den Bezirk Baden oder nach München. Ihr Sport fordert auch großen finanziellen Einsatz, Feilhammer etwa "verpulvert" rund 400 Euro pro Woche für Munition und Scheiben. Drei- bis viermal pro Woche wird trainiert und dabei werden jeweils zehn bis 14 Serien (je 25 Schüsse) geschossen.

"Tokio ist das große Ziel", erklärte Feilhammer. Der 29-jährige Kuntschik arbeitet auf einen zweiten Einsatz im Zeichen der fünf Ringe hin. Scherhaufer, der die Qualifikation für Rio im Doppel-Trap knapp verpasst hatte, will trotz der Streichung seiner Disziplin aus dem Olympia-Programm in zwei Jahren in Tokio dabei sein. Ziel ist ein Einsatz im Bewerb Mixed-Team Trap. "Dafür versuchen wir, Gerlinde Zauner aufzubauen", erklärte Nationaltrainer Hahnenkamp.