Gunnar Prokop: „Glaubt an euch!“. Jetzt ist auch Gunnar Prokop in der St. Pöltner „Hall of Fame“ der Sportlegenden. Sein Appell an die Jugend:

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. Dezember 2019 (01:30)
Sportasse in St. Pölten unter sich: Eva Janko, Gunnar Prokop, Ivona Dadic, Maria Sykora.
Walllner

Leichtathletik-Legende Maria Sykora (EM-Bronze 1969 über 400 Meter) und der in St. Pölten aufgewachsene Steherweltmeister Roland Königshofer: Sie sind jetzt im Eingangsbereich des Sportzentrums.NÖ verewigt. Für Sportzampano Gunnar Prokop gab’s eine Überraschung beim Festakt mit Sportlandesrätin Petra Bohuslav – auch er bekommt seinen Ehrenplatz.

Prokop wandte sich direkt an die Zukunftshoffnungen, die im Sportzentrum.NÖ trainieren. „Von Bedingungen, wie ihr sie hier vorfindet, konnten wir früher nur träumen“, blickt Prokop auf die Zeiten am einstigen UKJ-Platz zurück. „Wir hatten keine Kraftkammer, das war der Gang in meiner Wohnung mit einer Hantelstange.“ St. Pöltens Olympiazentrum spielt dagegen alle Stückl’n. „Macht etwas draus!“ Prokop formte seine Frau Liese, die Tullnerin Maria Sykora und Eva Janko zu Weltklasse-Athletinnen, machte Hypo NÖ zu einem europäischen Topklub im Frauenhandball. Sein Rat an die Jungen: „Das geht nicht. Das gibt’s nicht. Alles geht, wenn man will. Wenn man seine Ziele im Auge behält und hart arbeitet, ist alles möglich! Ihr müsst an euch glauben. Und es würde mich sehr freuen, wenn in 30 Jahren WM- oder Olympiamedaillen in diesen Räumen hängen, die ihr geholt habt.“

"Ivona soll sich in Götzis schon in guter Form präsentieren"

Ein Husarenstück, das der Sportzampano Mehrkampfstar Ivona Dadic zutraut: „Du wirst unsere nächste Olympia-Medaillengewinnerin.“ Die Union-Athletin nahm die Vorlage auf: „Darauf arbeite ich hin, hoffe auf eine verletzungsfreie Vorbereitung.“ Dadic lässt die Hallensaison sausen, tritt dafür 2020 im heimischen Mehrkampf-Mekka Götzis an. „Olympia kommt recht früh, wir brauchen ein Meeting vor den Spielen. Ivona soll sich in Götzis schon in guter Form präsentieren“, skizziert ihr Trainer Philipp Unfried.

Königshofer ergänzt: „Spitzensportler sind nicht von einem anderen Stern. Sie können auch aus St. Pölten kommen.“