Der Tourplan von Dominic Thiem steht. Dominic Thiem hält sich mit Einladungsturnieren fit, schlüpft auch selbst in die Veranstalterrolle. Die Chance auf die US Open lebt.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. Juni 2020 (00:59)
Zuversicht trotz Geisterkulisse: Mitte Juli trifft Dominic Thiem in Berlin-Tempelhof auf Alexander Zverev & Co. Bei der Turnierserie „bett1ACES“ geht‘s um 100.000 Euro Preisgeld. Thiem: „Ich bin gespannt zu sehen, wo ich im Vergleich mit meinen Konkurrenten stehe.“
Paul Zimmer

Nach den ersten Matches im Rahmen der Austrian Pro Series ist Dominic Thiem die Erleichterung anzumerken. „Es beginnt jetzt langsam anzulaufen“, freut sich das Aushängeschild der rot-weiß-roten Tennisszene. Trotz der Regengüsse, die auch eine Verschiebung des Topspiels gegen Jürgen Melzer auf Dienstag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) notwendig machte. Thiem blickt nach vorne: „Wenn alles glatt läuft, spiele ich am 13./14.6. in Belgrad, dann in Frankreich, Berlin und Kitzbühel.“ In der Gamsstadt fungiert Thiem selbst als „Hausherr“, Papa Wolfgang agiert beim „Thiem‘s 7“ als sportlicher Leiter. Beim Einladungsevent werden immerhin 300.000 Euro an Preisgeld ausgespielt.

Wann‘s zurück auf die ganz große Tennisbühne geht? Das ist für Thiem & Co. noch offen. Die Organisatoren der US Open halten am Termin des Grand-Slam-Turniers in New York fest. Sie hoffen, dass das Hardcourt-Highlight planmäßig vom 31. August bis zum 13. September über die Bühne gehen kann.

Szenarien für eine Austragung gibt es schon: Charterflüge für Tennisspieler und eine minimierte Entourage aus u.a. Europa und Südamerika, negative Covid-19-Tests vor dem Abflug, zentralisierte Unterkünfte und tägliche Temperaturmessungen sind ebenso Teil der Überlegungen wie leere Zuschauerränge, weniger Offizielle auf dem Platz und kein Garderobenzugang an Trainingstagen.

Keine Zuschauer zuzulassen, ist angesichts der enormen Publikumsmassen, die die US Open anziehen, mutig: Inklusive der Qualifikationswoche vor dem Hauptbewerb (also gesamt drei Wochen) strömten 2019 rund 850.000 Fans nach Flushing Meadows.

Dominic Thiem hofft auch darauf, dass das Davis-Cup-Finale im November stattfinden kann. Ein Antreten in Madrid: Das kann sich der Lichtenwörther gut vorstellen. „Ich liebe es, die Woche mit dem Team zu verbringen“, verrät Österreichs Nummer eins.