Snowboard-Weltcup kehrt nach Lackenhof zurück. Weltklasse gastiert am Ötscher. Benjamin Karl fiebert dem Saison-Highlight entgegen: „Heimsieg würde mir enorm viel bedeuten.“

Von Raimund Bauer und Wolfgang Wallner. Erstellt am 07. November 2019 (12:37)
Wolfgang Wallner
Heiß auf das NÖ-Highlight in Lackenhof: Andreas Buder, Michaela Dorfmeister, Petra Bohuslav, Benjamin Karl und Christian Galler. Foto: Wallner

Lackenhof mutiert am 5. und 6. Jänner wieder zum Snowboard-Mekka. Zum zweiten Mal nach 2018 macht der Weltcup wieder am Ötscher Station. „Schon vor zwei Jahren haben wir ein großes Snowboardfest erlebt, das wollen wir heuer noch einmal toppen“, sagte Sportlandesrätin Petra Bohuslav anlässlich einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Das Organisationskomitee unter der „Regie“ von Michaela Dorfmeister arbeitet schon seit Wochen auf Hochtouren: „Ein Termin jagt den nächsten, ein Telefonat das nächste“. Ohne freiwillige Helfer wäre das Weltcup-Event nicht zu stemmen. Noch werden helfende Hände gesucht.

Ein Highlight für Karl

Für den optimalen Pistenzustand sorgt wieder das Team rund um Andreas Buder, Geschäftsführer der Ötscherlifte. „Durch andauernden Starkregen hatten wir letztes Jahr enorm zu kämpfen. Doch mit unserer Erfahrung aus FIS-Rennen und lokalen Rennen, haben wir es hinbekommen“, zeigt sich Buder auch zuversichtlich für die zweite Auflage.

Ein persönliches Highlight wird der „Heimevent“ für Lokalmatador Benjamin Karl. Vor zwei Jahren trat der Gesamtweltcupsieger aus Wilhelmsburg im Teambewerb mit einem gebrochenen Fuß an.

Kein weißes Fleckchen bei den Fans

Im Jänner hofft Karl auf einen Heimerfolg: „Wenn ich daran denke, werde ich jetzt schon leicht nervös. Wieviel mir der Heimweltcup wert ist, habe ich vor zwei Jahren bewiesen. Immerhin habe ich meine Karriere aufs Spiel gesetzt, bin mit gebrochenem Fuß an den Start gegangen.“

Von der Zuschauerzahl wollen die Veranstalter die Zahl von 2.500 auf jeden Fall toppen. „Platz genug ist noch vorhanden. Außerdem hat man in Zielbereich die Möglichkeit, die Sportler hautnah zu erleben“, erklärt Michaela Dorfmeister. Benjamin Karl fügt hinzu: „Beim Start möchte ich keinen weißen Flecken im Zuschauerbereich sehen.“

Auf der Piste geht’s zur Sache

Vier Podestplätze holten die Austro-Boarder bei der vergangenen Auflage des NÖ-Events. „Dieses Ergebnis würden wir auch diesmal gerne nehmen“, schmunzelt ÖSV-Sportchef Christian Galler. „Wir fühlen uns in Lackenhof immer sehr wohl.“

Es ist angerichtet für ein spektakuläres Rennwochenende. Buder: „Selbst ich als ehemaliger Alpiner war beeindruckt, wie es im Snowboard-Weltcup zur Sache geht.“