Zirnwald schnappt sich wieder zwei Titel. Pressbaums Aushängeschild glänzt wieder bei den Titelkämpfen. Insgesamt gab es in Feldkirch zehn Medaillen für das sechsköpfige Team des ASV Pressbaum.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Februar 2018 (01:56)
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Für alle sechs Pressbaumer, die bei den Staatsmeisterschaften am Start waren, gab es auch Medaillen. Philip Katsaros, Roman Zirnwald, Philip Birker, Jakob Sorger (hinten, v. l.) sowie die Meinke-Sisters.

Am Wochenende kamen in der Feldkircher Reichenfeldhalle die österreichischen Staatsmeisterschaften zur Austragung. Aus Pressbaum nahmen heuer Roman Zirnwald, Philip Katsaros, Philip Birker, Antonia und Carina Meinke, sowie Nina und Jakob Sorger teil. Und sie alle zählten zu den Favoriten, waren doch in vier der fünf Disziplinen Pressbaumer auf den ersten Positionen gesetzt.

Aber es sollte nicht bei den guten Setzungen bleiben! Insgesamt holten die ASV-Athleten nicht weniger als zehn Medaillen, zwei davon in Gold. Beide gingen an Roman Zirnwald, der als Legionär in Deutschland für seinen Stammverein an den Start gehen konnte. Aber alle Pressbaumer konnten zumindest eine Medaille gewinnen!

Gold gleich für Zirnwald, Silber für Antonia Meinke

Los ging’s mit dem Mixed, an dem Pressbaum gleich mit vier Paarungen angetreten ist. Antonia Meinke spielte mit Dominik Stipsits (Mödling), Roman Zirnwald mit seiner langjährigen Nationalteampartnerin Elisabeth Baldauf (Egg), Philip Katsaros mit Nina Sorger und Jakob Sorger mit Serena Au Yeong (Feldkirch).

Bis auf Jakob und Serena schafften alle den Einzug ins Viertelfinale. Dort „spazierten“ Meinke/Stipsits über die Ohlsdorfer Serov/Hochmeir locker in zwei Sätzen hinweg ins Semifinale. Ebenso sicher entledigten sich Zirnwald/Baldauf gegen Baumgartner/Mathis ihrer Pflicht. Die Sorger-Geschwister kämfpten sich als ungesetzte Paarung mit einem 2:1-Sieg über die an 3/4 gesetzten Nichterwitz/Hagspiel überraschend ebenfalls ins Halbfinale, in dem danna ber für sie gegen Zirnwald Endstation war. „Als mehrfache Staatsmeister im Mixed wurden Roman und Elisabeth ihrer Favoritenrolle gerecht“, war ASV-Sektionsleiter Andreas Meinke nicht überrascht. Und die Geschwister freuten sich auch über Bronze.

Da auch Meinke/Stipsits den Vorarlbergern Meusburger/Herbst keinen Satzgewinn erlaubten, war das rein Pressbaumer Finale fix. Wie schon im Vorjahr standen sich in diesem Roman Zirnwald und Antonia Meinke gegenüber und lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe. Den ersten Satz konnten Meinke/Stipsits gewinnen, aber im zweiten erhöhten Zirnwald/Baldauf den Druck — 1:1. Der dritte Satz war dann wieder umkämpfter, doch die Routiniers behielten nochmals die Oberhand.

Ex-Pressbaumer Wraber verteidigt Einzeltitel

Im Herreneinzel wurde Pressbaum durch Philip Birker und Jakob Sorger vertreten und dazu noch jede Menge Ex-Pressbaumer. Die ASV-Talente meisterten die erste jeweils noch mit sicheren 2-Satz-Siegen, doch im zweiten schied Birker, nach gewonnenem ersten Satz, gegen den gesetzten Rüdiger Gnedt aus. Sorger traf auf Titelverteidiger Luka Wraber, und auch hier blieb die Überraschung aus. Wraber war es dann auch, der sich wieder den Sieg holte. Im Finalduell der Ex-Pressbaumer musste sich Wolfi Gnedt, nach hartem Kampf, vor allem im zweiten Satz, geschlagen geben.

Carina holt sich Bronze im Dameneinzel

Auch im Dameneinzel war Pressbaum durch Carina Meinke und Nina Sorger vertreten. Letztere schied im Viertelfinale aus. „Sie kämpfte zwar beherzt gegen Katrin Neudolt, entschied Satz eins auch für sich, konnte aber die Niederlage nicht abwenden“, schildert Andreas Meinke.

Dessen Tochter startete überhaupt erst mit dem Viertelfinalspiel gegen Galos (Wien) in den Bewerb und zunächst sah es nach einer klaren Angelegenheit für sie aus. Doch dann ging Satz zwei an Galos. Meinke kämpfte sich zurück und zog nach einem 21:18 im Dritten ins Semifinale ein. In diesem wartete Staatsmeisterin Jenny Ertl. Im ersten Satz konnte Meinke mithalten, doch nachdem er verloren gegangen war, gab’s kein zurück mehr. Somit blieb Meinke der geteilte dritte Platz. Ertl konnte das Finale gegen Katrin Neudolt für sich entscheiden.

Im Herrendoppel gab‘s ganzen Medaillensatz

Für das Herrendoppel hatten sich vier Paarungen mit Pressbaumer Beteiligung gemeldet. Roman Zirnwald spielte mit Mödlings Dani Graßmück, Partner aus glorreichen ASV-Bundesligazeiten. Birker probierte es mit Meinkes Mixed-Partner Stipsits, Sorger mit Philipp Drexler (Graz) sowie Oldboy Katsaros mit Flo Baumgartner (Ohlsdorf).

Bis ins Viertelfinale hatte kein Pressbaumer Probleme. Birker/Stipsits erreichten dann das Halbfinale mit einem Dreisatzsieg über Meusburger/Weissenbäck (Wolfurt/Wien), wohingegen Katsaros/Baumgartner in drei Sätzen gegen Nichterwitz/Steurer (Wolfurt/Lochau) den Kürzeren zogen. Sorger/Drexler zeigten vor der Routine von Jürgen Koch/Alex Serov (Traun) wenig Respekt. Die Youngster verließen nach zwei Sätzen als verdiente Sieger den Platz. Und mit Zirnwald/Graßmück zog wenig überraschend eine dritte Paarung mit Pressbaumer Beteiligung ins Semifinale ein. Mit einem 2-Satzsieg über Nemeth/Wraber (Mödling/Neudörfl) zeigten sie, dass der Titel über sie führen würde.

Auch mit Sorger/Drexler kannten dann die Oldies keine Gnade — 2-Satz-Sieg! Birker/Stipsits hatten im Halbfinale schon mehr zu kämpfen, besiegten aber die Vorarlberger Nichterwitz/Steurer in drei Sätzen. Und mit einer erneut starken Leistung forderten Birker/Stipsits im Finale die Oldies. Doch Zirnwald/Graßmück holten sich den dritten Satz auf 21:18. Somit hatte Zirnwald seine zweite Goldmedaille in der Tasche!

Silber und Bronze im Doppel für Meinkes

Beim Damendoppel versuchten sich drei Pressbaumerinnen. Antonia Meinke spielte mit Baldauf), Nina Sorger mit Herbst und Carina Meinke mit Hochmeir. Beide Meinkes ginge per Freilos ins Viertelfinale, wohingegen Sorger/Herbst gegen die Wolfurts Kremmel/Winkler ausgeschieden sind. „Ein 20:22 im dritten Satz ist einfach Pech“, weiß Andreas Meinke.

Dessen Tochter Antonia hatte im Viertelfinale mit der routinierten Baldauf an ihrer Seite aber wenig Mühe gegen Kremmel/Winkler. Dafür musste Carina im ersten Satz gegen Hauser/Zinganell (Traun) in die Verlängerung, siegte aber in zwei Sätzen. Im Halbfinale trafen sie dann auf die Staatsmeisterinnen Herbst/Au Yeong. Zwar gestalteten Meinke/Hochmair den ersten Satz offen, aber im zweiten zeigten die Lokalmatadore ihre Klasse. Meinke/Baldauf hingegen zogen mit 21:15, 21:15 souverän ins Finale ein, in dem es zum Showdown kommen sollte.

„Aber im Finale bleiben beide unter ihrem Leistungsvermögen, kassierten eine 2-Satz-Niederlage“, war Andreas Meinke etwas enttäuscht. „Aber zehn Medaillen trösten mich“, lacht er.