Die Vaterfigur ist tot. FC Purkersdorf / Günther Brightwell wurde mitten aus dem Leben gerissen. Sein Tod hinterlässt großes Loch im Verein.

Erstellt am 03. April 2013 (00:00)
NOEN, Stumpfer
Günther Brightwell ist völlig unerwartet verstorben. CS
Von Claus Stumpfer

Eigentlich wollte er letzte Woche der NÖN noch ein Bild senden, dass er am Palmsonntag beim gemeinsamen Abendmahl von Kampfmannschaft und U 23 auf Einladung von Präsidentin Rosemarie Lintner nach dem Spiel in Hollabrunn geschossen hatte. Doch Günther Brightwell kam nicht mehr dazu! Völlig unerwartet ist er am Dienstag der Karwoche an einem Aortariss im Bauch verstorben.

Seit Jänner fungierte Brightwell im FCP-Vorstand als Obmannstellvertreter und Vorstandsmitglied, nachdem er schon verschiedenste andere Vereinsfunktionen — darunter Jugendleiter und sportlicher Leiter — bekleidet hatte. Im Herbst 2012 erhielt Brightwell von der Stadtgemeinde Purkersdorf auch das goldene Ehrenabzeichen für Verdienste im Sport.

Nach seinem Ableben herrscht in Purkersdorf Bestürzung: „Als Trainer fehlen mir die Worte, denn er war wie eine Vaterfigur für den Verein“, betont Gerhard Hirsch sein gutes Verhältnis zu Brightwell. Dass das Spiel in Spillern dem Schlechtwetter zum Opfer fiel, nahm der Trainer lethargisch zur Kenntnis: „Unsere Gedanken sind ohnehin woanders!“

Brightwell hinterlässt mit Michael und Gabriel zwei Söhne, die beide bei den Purkersdorfern im Kader stehen, sowie drei weitere Kinder und Ehefrau Michaela. Die Beisetzung findet am 10. April um 11 Uhr am Friedhof Purkersdorf statt.

„Bei solchen Ereignissen rückt der Sport in den Hintergrund“, muss Hirsch aber auch zur Kenntnis nehmen, dass bereits am Wochenende eine wichtige Doppelrunde auf die Spieler im Abstiegskampf wartet. Die abgesagte Partie in Spillern wurde nämlich auf Sonntag (16.30 Uhr) verlegt. Das Derby gegen Langenlebarn soll daheim wie geplant am Freitag um 20 Uhr angepfiffen werden.

Wie die Spieler reagieren werden, kann Hirsch nicht sagen. Er weiß aber eines: „Brightwell wäre glücklich, würden sie sechs Punkte holen. Sie werden ihm die Freude machen wollen!“