„Im Ausee kann ich nicht schwimmen“. Schwimmsplit zu schwach: Wolfsgrabener Niko Wihlidal kann seinen Vorjahressieg beim Ausee-Triathlon nicht wiederholen!

Von Ingrid Vogl und Claus Stumpfer. Erstellt am 20. August 2014 (09:26)
Auf der Laufstrecke präsentierte sich Niko Wihlidal gewohnt stark, holte Meter um Meter auf, doch am Ende fehlten ihm 18 Sekunden auf den Sieger.
NOEN, Ingrid Vogl
Im Zeichen der Revanche stand heuer der traditionelle Ausee-Triathlon in Blindenmarkt. Mit Nikolaus Wihlidal und Wolfgang Mangold sowie Victoria Schenk und Lena Pernold waren sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die beiden Schnellsten des Vorjahres am Start. Und sie lieferten sich auch heuer erbitterte Duelle. Als erklärter Favorit ging natürlich der Wolfsgrabener Vorjahressieger Nikolaus Wihlidal ins Rennen, der heuer von Bewerb zu Bewerb eilt.

Als schnellster Schwimmer kam der Kenianer Thomas Curtis als Erster in die Wechselzone. Wolfgang Mangold folgte sieben Sekunden später als Zweiter. Wihlidal hatte im Wasser natürlich den üblichen Rückstand aufgerissen. „Über eine Minute war aber bereits wirklich viel“, stöhnte er. „Ich tu mir hier komischerweise immer beim Schwimmen schwer. Ich habe heuer eigentlich schon einige gute Schwimmleistungen bringen können, aber heute hat es leider wieder nicht ganz geklappt“, war er unzufrieden.

Ganz im Gegensatz zu Mangold, der beim Schwimmen nicht volles Risiko nahm, um sich ein wenig für die Radstrecke zu schonen. Die Taktik ging auf, denn Mangold wechselte – auch für ihn selbst unerwartet – als Führender auf die Laufstrecke. „Es hat mich überrascht, dass ich das Rennen am Rad alleine fahren konnte und Niko nicht spätestens auf der zweiten Runde zu mir gekommen ist“, wunderte sich der spätere Sieger über den fehlenden Zweikampf. Wihlidal absolvierte stattdessen den Radsplit mit dem Waidhofner Norbert Dürauer. Viel aufzuholen war auf den Führenden jedoch trotzdem nicht. Wihlidal kam als Zweiter mit 40 Sekunden Rückstand auf Mangold in die Wechselzone, Dürauer knapp dahinter als Dritter.

Starkes Finish auf der Laufstrecke reichte nicht 

Auf der Laufstrecke startete der bekannt starke Läufer Wihlidal dann seine Aufholjagd. Die kam aber zu spät. Von seinem Vorsprung rettete Wolfgang Mangold noch 18 Sekunden ins Ziel. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass ich einmal ein Rennen für mich entscheiden konnte. Für mich ist das eine Überraschung“, strahlte Mangold über seinen Sieg und darüber, dass er den erklärten Favoriten diesmal in die Knie zwingen konnte.

Dieser war über seine Platzierung aber nicht wirklich unglücklich. „Ich mache heuer sehr viele Rennen, da muss man auch einmal mit einem zweiten Platz zufrieden sein und das bin ich auch. Wolfgang hat heute ganz einfach einen sehr guten Tag gehabt“, erwies sich der Vorjahressieger einmal mehr als fairer Sportsmann.

Bei den Damen blieb eine Überraschung aus. Mit Victoria Schenk wurde die Vorjahressiegerin ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann in souveräner Manier. Nur beim Schwimmen dominierte erwartungsgemäß die Vorjahreszweite Lena Pernold.