Erstellt am 16. Mai 2018, 03:09

von Claus Stumpfer

EM in Novi Sad: Wieninger in Top Ten. Österreichs Team mit Neulengbachs Funda Celo unterliegt bei der EM in Novi Sad bereits in Runde zwei gegen Frankreich.

Für Funda Celo, Kristin Wieninger und Verena Köfinger (v. l.) kam im Kata-Teambewerb der EM in Novi Sad das Aus früher als erhofft.  |  privat

Im Shopping Center von Serbiens zweitgrößter Stadt Novi Sad fanden die diesjährigen Europameisterschaften der allgemeinen Klasse statt, an denen Karate Austria mit acht Damen und sieben Herren teilnahm. Aus Niederösterreich reisten Bundestrainerin Marianne Kellner, Kristin Wieninger (beide St. Pölten), Funda Celo (Neulengbach), Verena Köfinger (Langenlois) und Sportdirektor Martin Kremser (Nußdorf bei Traismauer) in die Hauptstadt der Vojvodina.

Wieninger gewann erste Runde in bestechender Form

Die rot-weiß-rote Kata-Staatsmeisterin Kristin Wieninger gewann in bestechender Form die erste Runde gegen die Rumänin Alexe mit 5:0, verlor in der Folge nicht unerwartet 0:5 gegen Europameisterin Sanchez. Der erste Trostrundenkampf gegen die Slowenin Galic brachte einen 4:1-Sieg für Wieninger. In der Begegnung mit der Tschechin Miskova verjuxte sie mit 2:3 die Chance auf eine Medaille, die wie nie zuvor in Greifweite lag.

„Ich hatte einen Wackler, habe es selbst verbockt. Bronze war so nahe. Ärgerlich“, übte die Heeressportlerin und ehemalige SLZ/BORGL-Athletin trotz ihrer starken Leistung Selbstkritik. Das blau-gelbe Kata-Damen-Team mit Celo, Köfinger und Wieninger besiegte in der ersten Runde England mit 3:2. Dem nächsten Gegner Frankreich unterlagen die Mädels trotz des Wacklers einer Französin (0:5). Die Hoffnung auf die Trostrunde und der damit verbundene Medaillentraum währte dieses Mal kurz: Frankreich musste sich Spanien mit 1:4 geschlagen geben.

„Unser junges Team hat dennoch einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Wir werden uns nicht auf die Kampfrichter ausreden, sondern zielorientiert in Richtung Weltmeisterschaft im November in Madrid weitertrainieren“, ist Kellner von der Steigerungsfähigkeit des neuen Teams überzeugt.