Triumph für Maria Lanzendorf in der Bundesliga. Margit Dechel und Co. setzten sich in einem spannenden Duell gegen Mödling mit 4:2 durch und holten erstmals den Staatsmeistertitel für Union TTT Maria Lanzendorf.

Von Raimund Novak. Erstellt am 03. Juli 2019 (02:56)
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Der Pokal geht nach Maria Lanzendorf! Heidrun Martinz, Petra Danzinger, Monika Neusser, Martina Kolar, Eva Zalabska, Reingard Fink und Mannschaftsführerin Margit Dechel mit der Trophäe.

„Das war heftig“, erinnerte sich der Klubobmann der Union Thomas Tennis Treff Maria Lanzendorf, Thomas Khail, an die Höhen und Tiefen der Finalbegegnung gegen BMTC-Brühl Mödlinger TC in der Damenbundesliga (55+). Er selbst musste einige Male als Betreuer aushelfen, um der Damenriege rund um Mannschaftsführerin Margit Dechel mental unter die Arme zu greifen.

Gespielt wurde in Kärnten, auf einer Anlage nahe des Klopeinersees. Der Start verlief denkbar schlecht für die Union. Zunächst verlor Martina Kolar ihre Partie gegen Elisabeth Ötsch in drei Sätzen, dann verlor Petra Danzinger den ersten Satz gegen Maya Kerschbaum und lag im zweiten bereits mit 0:2 zurück. „Da hat es für uns gar nicht gut ausgesehen“, rechnete Khail mit einer weiteren Einzelniederlage. Kolar fand aber wieder auf die Erfolgsspur zurück und drehte die Partie.

Es war doch keine „gmadhe Wiesen“

Kapitänin Margit Dechel brachte mit einem klaren Erfolg über Ingrid Steiner die Union in Führung, dann setzte die Legionärin Eva Zalabska einen drauf. Im tschechischen Duell mit Barbara Koutna lag die Spielerin der Union im dritten Satz bereit mit 1:4 zurück, gewann aber noch mit 6:4. „Ab diesem Zeitpunkt dachte ich, es wäre eine ‚ghmade Wiesn‘, aber es kam dann anders“, sah Khail ein Doppel, das nach nur knapp 45 Minuten verloren ging. Heidrun Martinz und Kolar hatten mit 3:6 und 0:6 das Nachsehen.

Im zweiten Doppel musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Erneut wurde dabei ein Rückstand aufgeholt. Zalabska und Danzinger lagen mit 4:9 zurück, wehrten aber fünf Matchbälle ab. Statt dem 3:3-Ausgleich, der Mödling drei weitere Tiebreak-Spiele für die Titelentscheidung gebracht hätte, hatte Maria Lanzendorf mit dem 12:10 am Ende das Spiel gewonnen und mit einem Gesamtscore von 4:2 den Titel errungen. „Ein Staatsmeistertitel für so einen kleinen Verein ist natürlich ein Riesenerfolg“, war der Klubobmann natürlich einer der ersten Gratulanten nach dem Krimi in Kärnten.