Erstellt am 29. Januar 2019, 02:29

von Manuel Burger

Leistungssteigerung: Richtige Reaktion. Deutliche Leistungssteigerung St. Pöltens, aber ohne Belohnung. Villach versenkte neun Dreier im letzten Viertel.

„Maskenmann“ Steven Kaltenbrunner bot Villach trotz Nasenbeinbruch Paroli.  |  W. Mayer

„Wir haben die richtige Antwort für letzte Woche gegeben“, fand St. Pöltens Head Coach Andreas Worenz. Er hatte recht, denn seine Mannschaft war gegenüber der bitteren Pleite in Mistelbach nicht wiederzuerkennen und leistete dem Kärntner Topteam lange Zeit Paroli. Und das obwohl mit Speiser (Knöchel) und Lacic (krank) zwei weitere Spieler fehlten und dadurch Villach deutliche Größenvorteile verbuchte.

St. Pölten gab in der letzten Minute des offenen ersten Viertels eine 22:19-Führung aus der Hand: 22:23 nach zehn Minuten. In den zweiten Abschnitt startete der UBC stark und mit einem 9:0-Lauf in zwei Minuten. Der Vorsprung wuchs sogar auf neun Punkte (33:24), nach einer von beiden Seiten vogelwild geführten Schlussphase der ersten Hälfte retteten die Gastgeber drei Zähler in die Pause.

In Minute 26 lag St. Pölten mit 56:51 vorne, agierte aber in der Offensive dann zu hektisch und kopflos. Dank eines Buzzerbeaters von Böck-Koroschitz hatte die Führung aber auch nach 30 Minuten bestand: 60:59.

Das Blatt wendete sich im Schlussabschnitt (20:32). Während St. Pöltens Offensive nicht mehr durchdrang, agierte Villach von der Dreierlinie eiskalt und setzte in den letzten zehn Minuten gleich neun Dreier in die Maschen!

Worenz: „Von den Spielern hat heute keiner mit gesenktem Kopf die Halle verlassen.“ Seine Taktik ging lange auf, es fehlte aber auch das nötige Glück. „Wir sollten heute lieber nicht mehr ins Casino gehen.“

Am Samstag geht es erneut gegen ein Kärntner Team, dieses Mal auswärts gegen Wörthersee. „Das Spiel zählt doppelt“, so Worenz angesichts der nahenden Play-offs.