St. Pölten

Erstellt am 05. Februar 2019, 03:12

von Manuel Burger

St. Pöltens Kapitän gibt sein letztes Hemd. Angeschlagen zum Matchwinner! Martin Speiser führt St. Pölten bei seiner Rückkehr zum wichtigen Sieg.

Auch Florian Pöcksteiner (am Ball) leistete in Klagenfurt mit seinem wichtigen Zweier in der Schlussminute zum 78:77 einen entscheidenden Beitrag zum Sieg.  |  Mayer

WÖRTHERSEE - ST. PÖLTEN 77:80. Nach zwei Niederlagen in Folge ist der UBC in die Erfolgsspur zurückgekehrt. „Für uns sind das doppelte Punkte“, war Obmann Alfred Muschik nach dem Sieg gegen die Kärntner, einem direkten Konkurrenten um einen Platz in den Playoffs, erleichtert.

Erneut waren die Trainingsbedingungen vor dem langen Gastspiel aufgrund der dünnen Personaldecke alles andere als erfreulich. Zum ersten Mal gab es am Freitag ein Fünf gegen Fünf, allerdings mit Unterstützung von Head Coach Andreas Worenz - als Spieler.

Erfreulich war dann aber die Rückkehr von Martin Speiser am Samstag. Der Kapitän trainierte nach zweiwöchiger Pause erstmals beim Abschlusstraining wieder leicht mit und ging angeschlagen ins Spiel, avancierte aber, einmal mehr, zum Matchwinner: 25 Punkte in 26,5 Minuten, 15/18 Treffer. „Stark“, brachte es Worenz auf den Punkt. „Er hat gewusst, worum es geht“, betonte Worenz auch die Wichtigkeit der Partie.

Über weite Strecken im Hintertreffen

In diese startete St. Pölten dominant, führte in Minute drei mit 9:2. Fünf verwandelte Wörthersee-Dreier hintereinander brachten den UBC aber ins Hintertreffen: 11:17 (7.). Nach acht Minuten lagen die Gäste mit neun Zählern hinten (13:22), verkürzten aber bis zum Viertelende auf 19:22.

Auch im zweiten (Speiser mit zwölf Punkten) und dritten Abschnitt machte St. Pölten in der Schlussphase zumindest wieder Boden gut, nämlich fünf bzw. vier Zähler. Im offenen letzten Viertel blieb es bis zum Ende spannend. Ausschlaggebend: St. Pölten verwandelte alle 13 Freiwürfe! Worenz: „Wir haben jedes Mal attackiert und wollten an die Linie.“ Seine Truppe wandelte in der letzten Minute ein 76:77 in ein 80:77 um. „Es war ein super Fight und wir wurden belohnt. Der Sieg ist auch für den Kopf ganz wichtig“, war Worenz zufrieden.

Nun gilt es sich in den restlichen fünf Partien (Dornbirn, Deutsch Wagram und Kos zu Hause, Basket Flames und Jennersdorf auswärts) eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu schaffen, um im Viertelfinale einem Topteam zu entgehen und auf einen möglichst schlagbaren Gegner zu treffen.