Überragender Auftakt für den SKN in der Superliga. Die SKN-Basketballer betreiben zum Start Werbung in eigener Sache und lassen Graz keine Chance.

Von Manuel Burger. Erstellt am 01. Oktober 2019 (01:44)
Mayer
Willkommen in St. Pölten. Der US-Neuzugang Kelvin Lewis (r., im Duell mit dem Grazer Dane Kuiper) lieferte bei seinem Debüt eine sensationelle Leistung ab.

Besser hätte die erste Superligasaison für Neuling St. Pölten nicht beginnen können. Mit einer beherzten Leistung wiesen die Schützlinge von Headcoach Andreas Worenz die höher eingeschätzten und mit acht Legionären aufgestellten Grazer deutlich in die Schranken.

Worenz hatte bei seiner Starting-Five mit Lewis, Jalalpoor, Trmal und Kolaric vier Neuzugänge aufgeboten, ergänzt durch Neo-Kapitän Jagsch. Und das Quintett zündete sofort ein Offensivfeuerwerk. Allen voran stellte sich der neue US-Amerikaner Kelvin Lewis mit drei verwandelten Dreiern dem jubelnden St. Pöltner Publikum vor. Fabelhafter Zwischenstand nach nur drei Minuten: 14:4 für den SKN.

Graz kämpfte sich aber zurück und ging mit einem knappen 21:22-Rückstand in die erste Viertelpause. Die Lewis-Show im ersten Abschnitt (elf Punkte) wurde in den zweiten zehn Minuten sogar noch getoppt: 13 Zähler!

Lewis und Trmal nicht zu stoppen

„Kelvin bringt so viel Energie rein. Er war mit 24 Punkten in der ersten Hälfte phänomenal“, schwärmte Worenz. Nach einem 15:0-Lauf vor dem Seitenwechsel hatte man das zweite Viertel mit 28:15 für sich entschieden und eine 50:36-Pausenführung in der Tasche. Lewis ließ immerhin noch zwölf Punkte in der zweiten Halbzeit folgen und wies am Ende eine Klassebilanz auf: 6/9 Dreier (67 %), 7/8 Zweier (88 %) und makellose 4/4 Freiwürfe. St. Pölten verwaltete im dritten Viertel den Vorsprung, drehte im letzten Abschnitt (27:17) noch einmal auf und feierte unter den Augen von Ex-Kapitän Speiser ein Schützenfest.

Neben Lewis war Florian Trmal der zweite überragende Spieler auf dem Feld, markierte 15 Rebounds und 26 Punkte (17 in Hälfte zwei). Sehenswert waren die beiden erfolgreichen Würfe des Rückkehrers weit entfernt von der Dreipunktlinie. „Flo kannst du nicht stoppen, egal was du machst“, streute dem Nationalspieler sein Trainer Rosen.

Am Samstag wartet ein echtes Highlight, es geht nach Kapfenberg, das zuletzt dreimal hintereinander das Triple holte. „Sie werden daheim brennen“, vermutet Worenz nach der Auftaktniederlage der Steirer in Oberwart.