EM-Bronze für Küken. Isra Celo holte für Zen Tai Ryu HAK in Dänemark die Kastanien aus dem Feuer. Schwester Funda und Wieninger nicht am Podest.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Februar 2019 (02:00)
NOEN
Kristin Wieninger war nach einer Grippe noch geschwächt.

Dänemarks drittgrößte Stadt Aalborg war Schauplatz der 46. Jugend-EM (U 16, U 18, U 21), an der rund 1100 Karateka aus 51 Nationen teilnahmen, darunter wie jedes Jahr Sportlerinnen des UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten für das rot-weiß-rote Nationalteam. Heuer wurde Österreich in allen drei Kata-Alterskategorien von NÖ SLZ/BORGL/HASL-Athletinnen vertreten. Weitere Niederösterreicher in Jütland: Marianne Kellner als Bundestrainerin, Alois Wiesböck als EKF-Kampfrichterchef und Martin Kremser als ÖKB-Sportdirektor.

Den größten Erfolg im Sport- und Kulturzentrum „Gigantium“ der Stadt am Limfjord konnte Team-Küken Isra Celo (14) bei den Kadetten (U 16) erkämpfen. Die SLZ/Sporthandelsschülerin beendete die ersten beiden Runden jeweils als Zweitbeste und ließ dabei die höher eingeschätzten Vertreter aus Russland, Frankreich, Ungarn, Tschechien, Kroatien und England hinter sich. Damit qualifizierte sich die Neulengbacherin für den Kampf um die Bronzemedaille, den sie gegen die Holländerin Selina Cicek gewinnen konnte.

Dies war nach 15-jähriger Pause wieder eine Jugend-EM-Kata-Medaille für (Nieder-)Österreich: 2004 hatte Eva Thajer (Pakosta) in Rijeka U-18-Bronze gewonnen.

Wieninger nach gutem Start doch gestoppt

Ähnlich gut lief es anfangs auch für Heeressportlerin Kristin Wieninger: Die 20-Jährige gewann die erste Runde der U-21-Kategorie und schloss Runde zwei als Zweitbeste ab, was ebenfalls den Kampf um Bronze bedeutete. Auch Wieninger konnte namhafte Athletinnen hinter sich lassen. Beim Kampf um Bronze musste die St. Pöltnerin (23,40 Punkte) aber der Spanierin Raquel Roy Rubio (23,68) den Vortritt lassen und wurde gute Fünfte unter 28 Starterinnen.

Platz sieben unter 30 Starterinnen gab es diesmal für Funda Celo (17), die Runde eins des U-18-Bewerbes als Zweite abschloss, in Runde zwei aber nur Dritte wurde und dabei den Bronzekampf nur um 0,2 Punkte hinter der Kroatin Sabina Petkovic verpasste. Dies war dennoch ein Platz im vorderen Viertel.

„Kristin und Funda erwischten im Jänner grippale Infekte und konnten trotz eines beträchtlichen Trainingsrückstandes weit vorne landen“, zeigte sich NÖ Sportdirektor Erhard Kellner unter diesen Umständen nicht ganz unzufrieden“, rät seinen arrivierten Athletinnen trotzdem, diese EM rasch abzuhaken. „Die beiden müssen jetzt sofort den Fokus auf die Jugend-WM im Herbst lenken, bei der sie in Topform sicher auch Medaillenchancen haben!“