Die Krise in St. Pölten ist abgesagt. Mit einem sensationellen 26:24-Sieg über den Tabellenführer wahren die Falken die Chance aufs obere Play-off.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 28. Dezember 2018 (02:08)
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Außer Rand und Band. Abwehrchef Martin Zettel und Co beim Schlusspfiff. Chance aufs obere Play-off gewahrt!

Nach zwei Niederlagen haben die Falken daheim (in der Prandtauerhalle) gegen den Tabellenführer die Kurve gekratzt. Und mit den zwei Punkten wurde die Minichance auf den Einzug ins obere Play-off gewahrt! „Oldboy“ Peter Schildhammer war mit seinen zehn Treffern überragender Akteur, auch wenn einmal mehr Tormann Mark Hübner von den Gästen zum „Man of the match“ gekürt wurde. Zugegeben: Auch nicht unverdient!

Es war auch auf beiden Seiten die Defensivarbeit, die bei diesem Low-Score-Game besonders gut funktioniert hat. Offensiv waren es zunächst Fehlwürfe der Hausherrn, welche die Steirer davonziehen ließen — 2:4 (9.) und 5:7 (13.). Aber die Jung-Falken, die von Trainer Janos Frey wieder viel Einsatzzeit erhalten haben, können die Partie gegen die körperlich starken Steirer offen halten — 9:9 (23.). Zu statisch agiert der Tabellenführer und tut sich schwer gegen die Deckung von Falken-Abwehrchef Martin Zettel und Co. Erfolgreiche Tempogegenstöße der St. Pöltner sind logische Folge und kurz vor der Pause führen die Falken erstmals mit zwei Toren Vorsprung (28.).

Der Favorit agiert auch im zweiten Durchgang passiv, kommt dennoch zum Ausgleich kommt — 19:19 (46.). Es folgt eine hektische Schlussphase. E Als Schildhammer zum 25:24 per 7-m-Strafwurf trifft und Hübner mit einer Parade den Vorsprung hält, sind die Steirer geknickt. Pfaffinger macht vom Flügel mit dem 26:24 den Sensationssieg perfekt.

„Wenn sie ohne Druck spielen können, sind die Jungs fantastisch, nur sobald die Rechnerei in ihren Köpfen beginnt, zeigen sie Nerven“, weiß Frey, dass dies der Jugend seiner Spieler geschuldet ist. Trotzdem muss man es aussprechen: Bei noch zwei ausstehenden Spielen gegen Schlusslicht Atzgersdorf und Korneuburg besteht die kleine Möglichkeit, die Fivers II nach der Weihnachtspause zu überholen und ins obere Play-off einzuziehen.