UKA Zen Tai Ryu HAK ist bereit für die WM. Zweimal Gold und Bronze bei den Polish Open in Bielsko Biala für Celo-Sistern und Kristin Wieninger.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (01:17)
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Erfolgreich bei den Polish Open. Funda Celo, Bundestrainerin Marianne Kellner, Isra Celo und Kristin Wieninger (v. l.).

Vor dem Hintergrund der kommenden Jugend-Weltmeisterschaft in Chile strömten über 2.300 Karatesportler von 210 Vereinen beziehungsweise aus 32 Nationen zur letzten Formüberprüfung nach Polen zu den dortigen Open in Bielsko Biala. Auch die österreichische Kata-Damen-Spitze unter ihrer St. Pöltner Bundestrainerin Marianne Kellner mit Heeressportlerin Kristin Wieninger sowie den SLZ-Athletinnen Isra und Funda Celo (alle UKA Zen Tai Ryu HAK) war im rot-weiß-roten Aufgebot in Polen dabei.

Als erste kam Isra Celo (15) bei den Kadettinnen zum Einsatz. Sie konnte die ersten beiden Runden (21,80 und 23,78 Punkte) gewinnen und die dritte Runde (23,78) als Zweitbeste beenden. Dies bedeutete den Einzug ins kleine Finale. Die Neulengbacherin machte reinen Tisch, bezwang die Tschechin Marika Hrncarikova klar mit 23,60:23,08 Punkten und holte Bronze unter 50 Starterinnen.

Der Zeitplan rief Kristin Wieninger (21) als nächstes auf die Matte. Sie wartete in der allgemeinen Klasse mit einer tollen Leistung auf und entschied die ersten drei Runden mit den höchsten Punktezahlen (23,82; 24,12; 23,84) klar für sich. Die St. Pöltnerin zog damit ins Finale ein, in dem sie Ungarns Nummer Eins Zsofia Kiss mit 24,28:23,80 Punkten auf Platz zwei verweisen und selbst Gold in Empfang nehmen konnte.

Funda Celo setzte allem die Krone auf

Am späten Nachmittag setzte Staatsmeisterin Funda Celo (17) bei den Juniorinnen den Schlusspunkt: Auch sie war in den drei Vorrunden jeweils Gruppenbeste mit Höchstpunktezahlen des Turniers (24,22; 25,14; 25,18). Sie ließ ihrer Finalgegnerin Yelyzaveta Stepanova (Ukraine) mit einem Riesenvorsprung (24,26:22,74) keine Chance und nahm ebenfalls Gold mit nach Hause.

„Die Damen sind in sehr guter Form, und ich hoffe, dass bei der Weltmeisterschaft noch eine Steigerung möglich ist“, freut sich die Bundestrainerin über die Resultate der letzten Wochen. Die WM steigt vom 23. bis 27. Oktober in Santiago de Chile.

Erhard Kellner, die Karate-Autorität in Sache Kata in Österreich, kennt die Vorzüge der St. Pöltner Athletinnen: „Der wesentliche leistungsbestimmenden Mentalfaktor ist es, den Fokus ausschließlich auf die eigene Kata und ihre Elemente zu richten“, weiß er. „Zu den leistungsbremsenden Verhaltensmustern gehören, das Beschäftigen mit anderen Karateka und deren Kata, das Studieren von Videoclips der Konkurrenz und das Bewerten der Auslosung.“