Pressler läuft unter Europas Top Ten. Vier österreichische Meistertitel für Union St. Pölten bei den U-21- und U-18-Titelkämpfen auf der Linzer Gugl.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 02. Juli 2019 (01:16)
privat
Die St. Veiterinnen Lena Pressler und Sabrina Koberwein führten auch die 4x100-m-Sprintstaffel der St. Pöltnerinnen mit den Youngsters Isabelle Edlinger und Moyo Bardi (v. r.) sensationell zu Silber.

Das Linzer „Gugl-Stadion“ eignete sich für die St. Pöltner Union-Athleten wieder ideal zum Erzschürfen. Sie erwiesen sich als besonders hitzeresistent, gab es doch an beiden Wettkampftagen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze.

Für eine der absoluten Topleistungen dieser Titelkämpfe sorgte SLZ-Athletin Lena Pressler bei ihrem überlegenen Erfolg über 400 Meter Hürden. Die 18-jährige St. Veiterin bestätigte in tollen 59,37 Sekunden ihre Topform für die bevorstehende U-20-EM im schwedischen Boras. Pressler platzierte sich mit dieser Glanzzeit in den Top-Ten der europäischen Bestenliste in diesem Bewerb. Am Ende der Meisterschaften führte Pressler auch noch die U-23-Sprintstaffel der Union St. Pölten in der starken Zeit von 48,59 Sekunden zur Silbermedaille. Hier waren Isabelle Edlinger (8. 100 Meter, U 18), Sabrina Koberwein und U-16-Athletin Moyo Bardi ihre sprintstarken Partnerinnen bei der 4x100-Meter-Staffel.

Für den zweiten Titelgewinn in der U 23 sorgte etwas überraschend Sprint-Rekordhalter Daiyehan Nichols-Bardi. Der Schützling von Daniel Stehlik siegte in seinem ersten Weitsprungbewerb des Jahres mit 6,60 Metern. Über seine Spezialdisziplin 100 Meter musste er sich in 11,08 Sekunden aber mit dem dritten Rang begnügen. Für eine weitere Bronzemedaille sorgte Hammerwerfer Marvin Klammer (39,56 Meter).

Wurf-Goldene für Lammerhuber & Moser

Bei den parallel zur U 23 ausgetragenen U-18-Meisterschaften wussten die starken Union-Werfer ihre tolle Form von den letztwöchigen Landesmeisterschaften auch auf Bundeseben zu untermauern. Im Hammerwurf führte der Jahresbeste Kilian Moser mit starken 51,79 Metern einen St. Pöltner Dreifacherfolg an, denn mit U-16-Athlet Florian Hammerschmidt (38,75 Meter) und Roman Dippl (36,98) landeten zwei seiner Trainingskollegen mit am Siegespodest. Auch mit dem Diskus zeigte sich Moser in Topform und erzielte 41,29 Meter. Damit musste sich der 16-jährige Gymnasiast nur dem Tiroler Andreas Herzinger geschlagen geben. Mit Respektabstand auf dem dritten Rang landete Florian Hamerschmidt, Fünfter wurde Roman Dippl, der auch noch mit übersprungenen 1,70 Metern Siebenter im Hochsprung wurde.

„Kilian Moser ist eine stabile Medaillenbank in allen Würfen und hat sich heuer stark weiterentwickelt“, lobte auch Union-Obmann Gottfried Lammerhuber. Für den weiteren österreichischen Meistertitel sorgte mit Lorenz Lammerhuber auch ein Athlet aus der starken Wurfgruppe von Klaus Moser. Lammerhuber wiederholte mit gestoßenen 15,01 Metern seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr. Den elften Rang belegte Newcomer David Königshofer seiner ersten österreichischen Meisterschaft.

Eine tolle Entwicklung zeigte im heurigen Wettkampfjahr auch U-18-Sprinter Sebastian Spitaler über 100 beziehungsweise 200 Meter. Der 17-jährige BORG-Schüler steigerte über 100 Meter seinen Hausrekord auf starke 11,43 Sekunden und wurde damit guter Sechster. Pech hatte hingegen die U-18-Sprintstaffel der Burschen mit Spitaler, Julian Hagmann, Tobias Weiser und Roman Dippl. Nach einer verpatzten Übergabe und der darauf folgenden Disqualifikation wurde der mögliche Medaillenrang vergeben.