Schrott siegt mit Ehedoping. Doppelolympiasieger und Bald-Ehemann Christian Taylor trieb Maria Anzbacherin um Sieg.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 22. Juli 2020 (02:59)
Die Siegerehrung über 100 Meter Hürden: Christian Taylor, Beate Schrott, Karin Strametz (v. l.).
ÖLV, Nevismal

Bei der vierten Station der heurigen Austrian-Top-Meeting-Serie galt das Hauptaugenmerk zu Beginn ausnahmsweise nicht den aktiven Athletinnen und Athleten, sondern einem berühmten Zaungast. Denn Christian Taylor, seines Zeichens Doppelolympiasieger im Dreisprung, hatte sich unter die knapp 500 Zuschauer in Graz-Eggenberg gemischt.

Der Verlobte von St. Pöltens Leichtathletik-Aushängeschild Beate Schrott war erst kurz zuvor aus Florida (USA) angekommen und ließ es sich natürlich nicht nehmen seiner „Herzensdamen“ vor Ort die Daumen zu drücken. Taylor, der in den nächsten Wochen auch ausgewählte Wettkämpfe in Österreich bestreiten wird, ließ es sich auch nicht nehmen als Stargast einige Siegerehrungen durchzuführen.

Schrott schien durch die Anwesenheit ihres Bald-Ehemanns durchaus beflügelt, denn die Athletin der Union St. Pölten konnte über 100 Meter Hürden trotz schlechter Witterungsverhältnisse ihre derzeitige Topform unter Beweis stellen. Sie siegte im Finale in starken 13,17 Sekunden knapp vor der Slowakin Skvartova und Karin Strametz.

Finalauftritt macht Lust auf Staatsmeisterschaft

„Das Finale war sehr gut, das war sicher der beste Lauf, den ich heuer hatte. Ich bekomme ja von der Karin immer mehr Druck, aber es macht sehr viel Spaß gegen sie zu laufen. Meine Form ist schon sehr gut, der Start in die Saison ist ausgezeichnet gelungen. In den nächsten Wochen werde ich noch an der Schnelligkeit arbeiten, damit dann bei den Staatsmeisterschaften im August der beste Lauf kommt“, erklärte Schrott nach ihrem Sieg.

Strametz, Athletin vom St. Pöltner Trainer Philipp Unfried, sprintete als Dritte in 13,25 Sekunden zu einem neuen steirischen Rekord über 100 Meter Hürden!

Ebenfalls in starker Form präsentierte sich St. Pöltens Topsprinter Daiyehan Nichols-Bardi bei seinem dritten Rang über 100 Meter. Der 19-jährige U-18-EM-Halbfinalist sprintete im A-Finale in starken 10,77 Sekunden ins Ziel. Vor ihm konnten sich Österreichs schnellster Sprinter Markus Fuchs (10,44) und der Mödlinger Chukwuma Nnamdi (10,74) platzieren.

Bei den Frauen über 100 Meter sprintete Magdalena Lindner in 12,07 Sekunden auf den fünften Rang im A-Finale. Vereinskollegin Isabelle Edlinger kam im Vorlauf auf 12,78 Sekunden und verpasste damit den Einzug ins A-Finale.

Die Austrian-Top-Serie endet am 1. August mit dem fünften Meeting in Andorf, danach folgt am 15./16. August mit den Staatsmeisterschaften der absolute Saisonhöhepunkt.