Der ganz große Wurf für St. Pöltner Sportler. Die Nachwuchsasse Nina Butter und Kilian Moserräumen ab. Beide trainieren in der Werfergruppe der Union St. Pölten.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 04. März 2021 (10:22)

Das große Rampenlicht der Leichtathletik liegt meist nicht auf den Werfern. Dort sonnen sich die Sprinter, die Springer. Bei der NÖN-Bezirkssportler liegen die Dinge anders. Bei den Frauen wie auch den Männern gelang den Werfern sozusagen der große Wurf. Nina Butter und Kilian Moser, beide von der Union St. Pölten, sicherten sich die begehrte Trophäe. Und strahlen jetzt um die Wette.

Nicht nur Freunde und Familie klickten fleißig auf den Votingbutton, sondern auch die Klubkollegen. „Wir freuen uns sehr für die beiden“, schmunzelt Union-Boss Gottfried Lammerhuber. „Und dass der Hammerwurf so abräumt, ist sehr erfreulich“, ergänzt Harry Puschner, der Spartentrainer bei der Sportunion. Sein Schützling Nina Butter gehört zu den größten heimischen Hoffnungen – sowohl mit dem Diskus als auch mit dem Hammer.

„Ich hab mit Mehrkampf begonnen und dann auf der Anlage einen Hammer liegen gesehen. Das hat mich interessiert, das wollte ich ausprobieren!“ Drei Jahre ist das nun her. Heute gehört die Sportgymnasiasten zu den Shootingstars der Szene. Auch die Umstellung vom Zwei-Kilo-Hammer auf das nun um ein Kilogramm schwerere Gerät war kein Problem. „Dreimal pro Woche trainiere ich momentan, freu‘ mich schon auf die Freiluftsaison!“ Los geht‘s voraussichtlich Ende April beim Erich-Racher-Gedenkmeeting in St. Pölten. „Ich denke, dass wir das größte heimische Nachwuchsmeeting hier auf der Union-Anlage über die Bühne bringen“, will sich Lammerhuber von der Pandemie nicht bremsen lassen.

Kaum zu stoppen ist auch Kilian Moser. Die „Hammerwurf-Gene“ sind ihm praktisch in die Wiege gelegt, Papa Klaus ist sein Coach und Vorbild. „So ist das eben, wenn der Vater selbst Hammerwerfer war. Schon mit fünf, sechs Jahren hab ich mit einem kleinen Plastikhammer meine ersten Wurfversuche hingelegt“, erinnert sich der U18-Athlet zurück. Über den Winter hat er vor allem an der Kraft gearbeitet – zum Teil im Sportzentrum, zum Teil im „Open-Air-Gym“ auf der Union-Anlage.

Ende März beim Wurfmeeting in Amstetten wird Moser in die Saison einsteigen.