Empfang für Olga Pall. NÖ Skiverband lud Göstlings Olympiasiegerin von Grenoble 1968 zum 70. Geburtstag nach St. Pölten ein.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:26)
Claus Stumpfer
Gratulierten Olga Pall (Mitte) zum 70. Geburtstag und 50-jährigen Olympiasieg-Jubiläum. Altlandeshauptmann Erwin Pröll, Michaela Dorfmeister, Gerlinde Tröstl vom NÖSV-Sponsor Markas und NÖSV-Präsident Wolfgang Labenbacher (v. l.

Olga Pall wurde Ende letzten Jahres 70 Jahre alt und heuer jährt sich auch ihr Olympiasieg in der Abfahrt von Grenoble zum fünfzigsten Mal. Grund genug für den NÖ Skiverband, um Obmann Wolfgang Labenbacher, ihr einen gebührenden Empfang zu bereiten. Das Haupthaus von Skiverbands-Sponsor Markas in St. Pölten platzte am Donnerstag aus allen Nähten, auch Landeshaupt i.R. Erwin Pröll, sowie Weggefährten aus Tirol, wie der langjährige OK-Chef des Abfahrtsrennens in Kitzbühel, Peter Obernauer, gaben sich die Ehre. Beide erklärten das Phänomen Pall. „Du warst auch ein frühes Sexsymbol im prüden Österreich der 60er Jahre und bist für ein neues, offenes Österreich gestanden“, meinte etwa der Altlandeshauptmann.

„Du hast das Skiwunder Göstling losgetreten“

Pall wurde in Göstling geboren, übersiedelte aber als Dreijährige mit ihrer Familie nach Bischofshofen und wenig später nach Solbad Hall in Tirol. „Du hast das Skiwunder Göstling losgetreten“, bemerkte Labenbacher in seiner Laudatio. Fast alle großen Rennläufer Niederösterreichs (Dorfmeister, Sykora und zuletzt Gallhuber) kommen aus der kleinen Erlauftal-Gemeinde.

Anwesend war auch Palls Ehemann Ernst Scartezzini, der viele Jahre als aktiver Sportler und Sportfunktionär tätig war, von 1986 bis 2004 auch als Präsident des Tiroler Skiverbands. Pall wiederum war in den ersten zwölf Jahren der Präsidentschaft von Peter Schröcksnadel seine Vizepräsidentin. „So schlimm wie sich das anhört, war das aber gar nicht“, meinte sie scherzend. Später wurde Pall, wie auch ihr Ehemann, Ehrenpräsidentin des ÖSV.

Reich vom Skisport wurde Pall nicht, schließlich war es zu ihrer Zeit nur etwas für Amateure. Über eines freut sie sich aber noch heute. „Landeshauptmann Ernst Wallnöfer hat einst allen Olympiasiegern Jahreskarten auf Lebenszeit für die Tiroler Skipisten gewährt, deshalb fahre ich heute noch überall umsonst Ski “, lacht sie.