St. Pölten im Finale gestoppt. Wie im Vorjahr ist gegen Jennersdorf Endstation. Speiser steht wohl vor dem Karriereende.

Von Manuel Burger. Erstellt am 24. April 2019 (02:47)
Wolfgang Mayer
Da ist das Ding, aber leider nur der Pokal für den Vizemeister. Der UBC St. Pölten um den scheidenden Kapitän Martin Speiser musste sich Jennersdorf verdient geschlagen geben.

 JENNERSDORF - ST. PÖLTEN 87:75

 Die Burgenländer entschieden das erste Finalspiel letztendlich deutlich für sich.

St. Pölten führte im Verlauf des gesamten Spiels nur zweimal, nämlich in der Anfangsphase mit 2:0 und 6:5. Nach einem 16:16 in Minute neun, zog Jennersdorf am Ende des ersten Viertels auf 20:16 davon. Die Gäste blieben im zweiten Abschnitt dran, verkürzten auf 26:27 (15.), doch wenige Minuten später lagen die Burgenländer erstmals zweistellig voran (43:31). Die zweiten zehn Minuten gingen schließlich mit 23:19 an die Gastgeber.

„Sie haben den Vorsprung kontinuierlich ausgebaut“, so St. Pöltens Headcoach Andreas Worenz. So nahm auch die zweite Hälfte ihren Lauf zugunsten des Vizemeisters der letzten Saison.

Jennersdorf gewann die letzten beiden Abschnitte mit 23:21 sowie 21:19 und entschied somit alle vier Viertel ganz klar für sich.

 ST. PÖLTEN - JENNERSDORF 59:71

 Wie schon im Halbfinale gegen Mattersburg war das Sportzentrum im zweiten Aufeinandertreffen gegen Jennersdorf wieder voll.

Dank einer starken Leistung in der Defensive, holte St. Pölten den ersten Abschnitt mit 15:12. Es sollte der einzige Viertelgewinn in der kompletten Finalserie sein. Zur Pause hatten die Burgenländer das Spiel gedreht und eine hauchzarte Führung mit einem Punkt in der Tasche (30:29). Mit ausschlaggebend waren die verkorksten Starts St. Pöltens in Viertel drei und vier, in denen man drei bzw. vier Minuten ohne eigenen Punkt blieb. Mit einem Polster von zehn Zählern ging Jennersdorf in die letzten zehn Spielminuten. Die Aufholjagd glückte dem UBC nicht mehr. Moric und Co gaben der St. Pöltner Defensive schlussendlich zu viele Rätsel auf.

„Sie haben kaltschnäuziger gespielt und sind verdient Meister geworden. Beide Mannschaften haben alles aufs Spielfeld geworfen, was sie haben. Ich bin mit unserer Performance zufrieden“, so Worenz, der in der Schlussminute UBC-Topscorer Martin Speiser unter Standing Ovations vom Feld nahm. Die Zeichen stehen bei ihm klar auf Karriereende!