Erstellt am 12. Juni 2018, 03:03

von Claus Stumpfer

Zoidl gewinnt Grand Prix NÖ. Starke internationale Beteiligung, aber Österreichs Topstar war eine Klasse für sich.

Bürgermeister Matthias Stadler gab mit Organisator Karl-Heinz Zofall das Startsignal für die Profis vor dem St. Pöltner Regierungsviertel.  |  zVg

Weit mehr als tausend Teilnehmer aus 25 Nationen fanden sich am Sonntag im NÖ Regierungsviertel ein, um die Bewerbe des St. Pöltner Radmarathons in Angriff zu nehmen. Bereits zum zweiten Mal im Programm ist das Profi-Radrennen Grand Prix Niederösterreich mit sämtlichen nationalen und internationalen Stars der Rad-Bundesliga.

Die Profis starteten pünktlich um 9 Uhr vor dem Klangturm auf die 165-km-Schleife. Zehn Minuten später ging es dann auch für die Teilnehmer der Strecke Extrem los. „Sie konnten sich unter gleichen Bedingungen mit den Profisportlern messen“, verrät Veranstalter Karlheinz Zofall eines der Erfolgsrezepte für seinen Megaevent.

Im Gegensatz zu den Vorjahren musste die Strecke Extrem aufgrund von Straßenarbeiten im Bereich Puchenstuben Wastl/Wald geändert werden. „Durch die Umfahrung auf der Panoramastraße Trefflingfall kamen noch fordernde 400 Höhenmeter hinzu“, lachte Zofall, der sich vorstellen kann, den Abschnitt künftig im Programm zu behalten. „Das Panorama und die landschaftlichen Eindrücke entschädigten die Sportler für die Anstrengungen.“

Drei Streckenkategorien (Extrem, Ladies Race und Classic) standen auch heuer am Programm. Mehr als hundert Kinder unter elf Jahren wagten sich auf einen kleinen Rundkurs bei Start und Ziel im St. Pöltner Regierungsviertel. „Auch das ist neuer Teilnehmerrekord“, freut sich Zofall. Der Teambewerb motivierte zudem auch heuer wieder viele Firmen und Teams zu einer Teilnahme.

Zoidl wiederholt seinen Vorjahressieg

Favorit Riccardo Zoidl vom Team Felbermayr Simplon konnte mit seiner Siegerzeit von 4:09:57 Stunden seinen Vorjahressieg wiederholen. Er siegte vor seinem Teamkollegen Stefan Rabitsch. Die Fahrer aus dem Ausland konnten im Kampf um den Sieg diesmal nicht mitreden.

Ein starkes Teilnehmerfeld gab es beim Extrembewerb über 165 Kilometer. Bei perfekten Bedingungen ging es durch St. Pölten ins Pielachtal. Über Wetterlucke und Luft fuhren die Teilnehmer bis nach Schwarzenbach an der Pielach, dann weiter nach Türnitz. Über den Annaberg und Puchenstuben führte die Strecke zurück nach St. Pölten. Insgesamt waren 3180 Höhenmeter zu absolvieren.

Dominik Schickmair schaffte die 165 Kilometer in 4:37 Stunden und gewann vor dem Grazer Christian Oberngruber vom Union Radrennteam Pielachtal. Dritter wurde Lokalmatador Michael Holland aus Wilhelmsburg mit einer Zeit von 4:40:04. Simon Schagerl von Constantia Teich erreichte den fünfzehnten Gesamtrang.

Unter dem Titel „Ladies Race“ gingen die Damen an den Start. Insgesamt waren von ihnen 80 Kilometer und 1110 Höhenmeter zu absolvieren. „Einen eigenen Radmarathon nur für Damen, das gibt es derzeit nur bei uns dies bereits zum dritten Mal“, ist Zofall stolz, „und aufgrund der ausschließlich positiven Rückmeldungen überlegt das Veranstalterteam das „Ladies Race“ auch 2019 wieder ins Programm zu nehmen“.

In einem spannenden Rennen setzte sich Sylvia Gehnböck aus Pressbaum in 2:13:14 Stunden mit rund zwei Minuten Vorsprung gegen gegen Nathalie Birli vom Union Radrennteam Pielachtal durch. Die Siegerzeit bedeutet neuen Streckenrekord. Dritte wurde Cornelia Holland von den Naturfreunden Wilhelmsburg, die somit wie ihr Bruder ebenfalls aufs Podest kletterte.

Die St. Pöltnerin Sonja Riedl wurde Fünfte in der Altersklasse 3, Anna Billensteiner vom Union Radrennteam Pielachtal Fünfte in der Altersklasse W40. Martina Haag vom Veranstalterclub RC sunpor St. Pölten erreichte als Beste den respektablen 31. Gesamtrang und wurde in ihrer Altersklasse Fünfzehnte.

Neue Bestzeiten beim Bewerb Classic

Die Teilnehmer der Strecke Classic gingen um 09:45 Uhr an den Start. Rund 300 Sportler nahmen diesen Bewerb in Angriff. Hier standen wie bei den Damen 80 Kilometer und 1110 Höhenmeter auf dem Programm. Es waren immerhin die Klassiker Wetterlucke, Luft und Plambacheck zu absolvieren.

Hannes Brandecker aus Reichraming gewann in einer Zeit von 2:05:33 zwei Sekunden vor dem Tiroler Linus Heidegger. Dritter wurde Josef Kugler aus Purgstall. Friedrich Rautner vom Team Voith St. Pölten erreichte den siebten Gesamtrang und siegte in seiner Altersklasse. Zwölfter wurde Christoph Loidolt von Veranstalterverein RC sunpor St. Pölten.

In der beliebten Teamwertung konnte sich das Team von Constantia Teich diesmal vor dem Team der Firma Voith St. Pölten durchsetzen.

Radsportfeeling pur gab es auch für die Kleinsten unter den Sportlern. Teilnahmeberechtigt waren Kinder bis Jahrgang 2007. Los ging es mit dem Bewerb für Laufräder und Dreiräder, gefolgt von den Klassen U 6, U 8 und U 10. „Die Kinder und Eltern waren mit Begeisterung am Werk“, freut sich Zofall.