Trendsportler in Front. Nach Jakob Dusek katapultiert sich nun auch die Wölblingerin Katharina Neussner auf Platz eins im Europacup.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Februar 2019 (02:00)
Wöll
Kathi Neussner mit „Sponsor-Papa“ Herbert Neussner.

Erstmals in der Klubgeschichte von Union Trendsport Weichberger liegen mit Benjamin Karl (Weltcup/Alpin), Katharina Neussner sowie Jakob Dusek (beide Europacup/Cross), Snowboarder aus dem Weichberger-Team gleichzeitig an der Spitze der zwei wichtigsten Cup-Bewerbe. „Alle drei haben die Snowboard-Akademie Schladming besucht, was zeigt, wie gut dort gearbeitet wird“, reicht UTW-Obmann Erik Wöll die Lorbeeren weiter.

Ohne den Herzogenburger Jakob Dusek waren die Österreicher zum Europacup nach Dolni Morava angereist. Gleich drei Podestplätze holte sich das ÖSV-Team am ersten Renntag, einen davon die Ober-Wölblingerin Kathi Neussner als Dritte. Die UTW-Boarderin konnte sich damit in der Cup-Zwischenwertung um einen Rang verbessern und Catarina Cappanotta (ITA) vom vierten Rang verdrängen. Die in der Zwischenwertung vor Neussner liegende Charlotte Banks (GBR) ging bei der gleichzeitig stattfindenden WM an den Start und war dort mit Silber erfolgreich. Die Europacup-Zweite Lara Casanovga wurde WM-Zehnte.

Für UTW-Boss Erik Wöll „ein Zeichen, dass die weltbesten Cross-Boarderinnen im Europacup mitmischen und die Spitzenränge aufwerten!“

Sensationell war dann das Ergebnis der Sportsoldatin Neussner am Folgetag. Zum zweiten Mal ging sie als Siegerin bei einem Europacup-Rennen hervor und liegt nun in der Zwischenwertung vor Alexia Queyrel (FRA) und Caterina Carpano (ITA) auf Platz eins.

„Momentan fühle ich mich sehr stark, bedaure nur, dass ich nicht bei der WM dabei sein konnte“, meinte Neussner, die sich nun schon auf ihre nächsten Europacup-Einsätze in Georgien, Russland und der Schweiz freut. „Dass ich derzeit mit einem schnellen Brett unterwegs bin, zeigen die Quali-Läufe“, ist sie zuversichtlich, dass es weiterhin gut läuft. Für Neussner würde ein Rang unter den ersten Drei in der Europacup-Endwertung die Teilnahme am Weltcup 2019/20 bedeuten.

Dusek war in Feldberg im Weltcupeinsatz

Am Samstag beim Weltcup in Feldberg (GER) qualifizierte sich Jakob Dusek als einer von vier Österreichern für das Finale. Nach seinem Aus im Achtelfinale gab es für ihn Rang 32. „Rang vier in der Österreich-Wertung und sich unter die 32 weltbesten Boarder hineinzufahren, ist nicht schlecht“, weiß Dusek, dass ein solches Ergebnis vor der WM sogar eine Teilnahme beim heurigen Großereignis ermöglicht hätte.

Der ÖSV-Einsatzplan für Dusek sieht Europacup-Rennen aber auch weitere Weltcupstarts in Spanien und Georgien vor. „Sollte ich nach Georgien unter den 32 Besten liegen, werde ich weiter im Weltcup starten, andernfalls konzentriere ich mich dann voll auf den Europacup!“