St. Pölten

Erstellt am 27. November 2018, 02:06

von Claus Stumpfer

Ein Derby als Farce: Amstettner kamen nur zu sechst. Amstetten II reiste nur zu sechst, also ohne Wechselmöglichkeit, und mit blutjungen Spielern nach St. Pölten.

Gegen Kirkovits (r.) und Co waren die jungen Amstettner, die nur zu sechst angereist waren, am Ende doch überfordert.  |  Claus Stumpfer

„Ein Derby mit Amstetten hat immer etwas ganz Spezielles“, meinte Panthers-Trainer Manuel Leitgeb noch voller Vorfreude am Spieltag. Doch als die Gäste die Halle betraten, war klar, dass es für die St. Pöltner keine allzu schwere Aufgabe werden würde. Denn die Gäste waren mit nur sechs Spielern angereist. „Das bringt ihnen auch eine Verbandsstrafe ein, da mindestens acht Spieler anwesend sein müssen“, konnte Leitgeb die Vorgangsweise der Amstettner nicht ganz nachvollziehen.

Zudem handelte es sich um eine blutjunge Truppe. „Schon beim Einspielen haben da einige meiner Spieler sich das Grinsen nicht verkneifen können, doch ich habe trotzdem vor verfrühter Siegesgewissheit gewarnt“, erzählt Leitgeb. Und tatsächlich konnten die Amstettner zumindest zu Beginn des ersten Satzes zeigen, dass sie einiges an Talent mitbringen.

„Sie können durchaus ein unangenehmer Gegner sein, das haben auch meine Jungs rasch bemerkt, denn sie taten sich schwerer als gedacht“, war Leitgeb daher am Ende froh, dass der erste Satz dank der größeren Routine doch mit 25:22 knapp gewonnen werden konnte.

Im zweiten Satz erhöhten die Hausherrn in der HTL-Halle den Druck und dem hatten die VCA-Jungs dann nur mehr wenig entgegenzusetzen — 25:14.

Im dritten Satz ging der Spielertrainer selbst nicht mehr aufs Feld und ließ den jungen Jonah Zelenka stattdessen ran. Und der erst 17-Jährige konnte beim 25:21-Satzgewinn überzeugen. „Seine extreme Sprungkraft gepaart mit jugendlicher Unbekümmertheit sind sehr beeindruckend“, freut sich auch Sektionsleiter Wunderl über ein neues „herausragendes Talent“ in seinem Pantherrudel.