Das Finale geht in die Verlängerung. Tulln stellte mit einem verdienten Auswärtssieg im Best-of-three auf 1:1. Am Freitag wird der Titel vergeben.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 19. Februar 2019 (01:43)
Markus Kreiner
Der EHC Tulln (rechts: Clemens Takats) schaffte mit einem Auswärtssieg in Stockerau die Revanche für die vorwöchige Heimniederlage und erzwang ein drittes, alles entscheidendes Spiel um den Landesmeistertitel. Am Freitag gastiert Tulln, der Meister von 2016/17, erneut beim Titelverteidiger.

STOCKERAU – TULLN 3:5. Alles war für die Siegerehrung angerichtet. Der Pokal für den Landesmeistertitel und die Medaillen blieben aber im Auto der angereisten Verbandsvertreter. Denn dem EHC Tulln ist die Revanche gelungen. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage in Tulln erzwang der mit dem Rücken zur Wand stehende EHC mit einem verdienten 5:3-Auswärtssieg ein Entscheidungsspiel. Dieses findet am Freitag (erneut in Stockerau) statt. Der Kampf um den Landesmeistertitel geht also in die dritte und letzte Runde.

Trainer Patrick Privoznik streute seinen Schützlingen Rosen. „Wir hatten von Anfang an eine super Einstellung. Hut ab vor allen! Wir haben super gekämpft.“

Neben dem gesperrten Oliver Berger musste Tulln auf den verletzten Einser-Goalie Bernhard Koglbauer (Innenbandeinsriss) verzichten. Dessen Ersatz Christoph Posautz machte aber ein gutes Spiel. Und wieder mit Mario Hübl und Jaroslav Ostrom, die das Hinspiel wegen ihres Ausschlusses im Halbfinale gegen Mödling verpasst hatten, verfügte Tulln über drei gleichwertige Linien. Am Ende der Drittel spannte Privoznik seine stärksten Spieler zusammen – ein Schachzug, der aufging!

Stockerau ging drei Mal in Führung. Zwei Mal gelang Tulln nur zwei Minuten später der Ausgleich. Im Schlussdrittel die erste Führung für Tulln (4:3)! „Ab dann haben wir nichts anbrennen lassen.“ In den letzten Sekunden nahm Stockerau seinen Goalie aus dem Spiel, Stephan Fellinger traf nach einem Bully im eigenen Drittel ins leere Tor – 5:3!

„Wir müssen noch einmal unsere Leistung abrufen. Wir wissen, dass wir besser spielen können als Stockerau.“ Dennoch sieht sich Privoznik nicht in der Favoritenrolle: „Aufgrund der Statistik und der Tatsache, dass uns Spieler fehlen, ist Stockerau der Favorit.“ Die etatmäßige Nummer eins Koglbauer ist verletzt, Berger gesperrt. Berufsfeuerwehrmann Mario Hübl und Georg Privoznik könnten beruflich verhindert sein …