In Tulln steigt das "Keller-Derby" gegen St. Pölten. Am Samstag steigt in Tulln das Keller-Derby gegen St. Pölten. Es wird ein Vorgeschmack auf die Abstiegsspiele.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 12. Februar 2020 (01:30)
Der UHC Tulln (Bild: Marcus Zupanac) empfängt im Cup-Viertelfinale Ferlach. In der Meisterschaft ist am kommenden Samstag St. Pölten zu Gast.
Wolfgang Stritzl

Die erste Halbzeit war völlig offen. Meist waren es die Hausherren, die einem Rückstand nachliefen. „Wir hätten uns sogar etwas absetzen können“, war Trainer Jörg Sibral mit der ersten Halbzeit vollauf zufrieden.

Nach Wiederbeginn pendelte sich der Korneuburger Vorsprung auf drei Tore ein. „Der Faden ist gerissen, wir haben zu viele Fehler gemacht. Wie die ganze Saison schon: Es wäre besser, wenn wir keine Pause hätten …“

Tullns neuer Legionär fügt sich immer besser ein, war mit sechs Toren bester Tullner Werfer, fütterte die Kreisläufer mit guten Pässen, holte auch drei, vier Siebenmeter heraus.

Am Samstag steigt das Kellerderby gegen St. Pölten. Tulln möchte auf die Siegerstraße zurück kehren. „Wir sollten tunlichst vor St. Pölten bleiben, um in den entscheidenden Spielen gegen den Abstieg (best of three) zwei Mal Heimvorteil zu haben.“

ÖHB-Cup: GRAZ - TULLN 27:28. Das Spiel war eigentlich klarer, als es das Ergebnis vermuten lässt. Dass es am Schluss noch einmal verdammt knapp wurde, nimmt Trainer Jörg Sibral zum Teil auf seine Kappe: „Vielleicht habe ich zuviel auf einmal getauscht, zu früh die Jungen eingewechselt. Graz hat zu beißen begonnen. Und dann wird es auswärts schwer …“

Tulln führte bereits mit fünf Toren (12:7). Dann wurde Graz im Rückspiegel wieder größer. Mit ihrem ersten Angriff nach der Pause gingen die Hausherren sogar in Führung (15:14) – es war zugleich das erste und letzte Mal, dass Graz die Nase vorne hatte.

Die Steirer blieben aber unangenehm, steckten nie auf. 27:27 stand es zweieinhalb Minuten vor Schluss. Das Siegestor erzielte Patrik Nagy, in den letzten 135 Sekunden machte Tulln das Tor dicht.

„Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten. Von außen betrachtet war klar, dass wir stärker sind.“

Tullns neuer Ungar Laszlo Kovac verletzte sich leicht und wurde vorsichtshalber aus dem Spiel genommen, „die Meisterschaft hat Priorität“. Markus Wagesreiter übernahm die Mitte-Aufbau-Position und wurde manngedeckt.

Am Freitag erfolgte die Auslosung zum ÖHB-Cup-Viertelfinale. Aus dem Wunschlos, „mein Liebglingsgegner wäre ganz klar Krems“, wurde es nichts, Tulln bekam Ferlach zugelost.