Tulln-Coach Auß: „Suche nicht Probleme, sondern Lösungen“

Tulln schlitterte gegen Atzgersdorf in ein Minus-16-Debakel. Trainer Auß glaubt an einen einmaligen Ausrutscher.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:42
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Tulln hat zwei Wochen Zeit, die bittere Auswärtsniederlage gegen Atzgersdorf aufzuarbeiten. Im Derby gegen St. Pölten, dem Duell des Vorletzten gegen den Letzten, setzen Maximilian Wolffhardt & Co. alles daran, wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen.
Foto: Wolfgang Stritzl

Für Trainer Raimund Auß gab es nach der dritten Niederlage in Folge wenig zu beschönigen: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. So darf man nicht verlieren. Aber solche Spiele gibt es.“

Der UHC kam mit den Bedingungen („komische Halle, keine Spielanzeige, diffuses Licht“) nicht zurecht. „Auch Korneuburg (Minus-zehn-Niederlage; Anm.) hatte ähnliche Schwierigkeiten wie wir. Und Atzgersdorf ist eine starke Mannschaft, die in der vorigen Saison nicht umsonst im Halbfinale gestanden ist.“

Am Sonntag folgte die Videoanalyse, Auß zählte 20 technische Fehler und 20 Fehlwürfe sowie eine zweistellige Zahl an Gegenstößen, die zu leichten Atzgersdorfer Toren führten. „Durch die Bank haben wir einen schlechten Tag erwischt, auch unsere Routiniers. Jeder einzelne muss selbstkritisch sein.“

Auß hält aber wenig davon, seinen Schützlingen eine Kopfwäsche zu verpassen: „Ich suche nicht Probleme, sondern Lösungen. Wir stehen erst am Anfang. Die anderen Mannschaften sind schon weiter. Wenn man etwas aufbaut, braucht es Geduld. Rückschläge sind vorprogrammiert.“

Wenn es etwas Positives vom Spiel bei Atzgersdorf mitzunehmen gibt, dann die Tatsache, dass die jungen Alex Schmölz, Christoph Noss und Oliver Scholz zu Bundesliga-Einsatzzeiten kamen und sich das Future-Team gut verkauft hat (Minus-zwei-Niederlage).

Jetzt ist zwei Wochen Zeit, das Debakel aus den Köpfen zu bringen. Auß verspricht: „Wir werden wieder in die Erfolgsspur zurück kommen.“

Am Wochenende ist Tulln wegen des Cup-Termins (der UHC hat ein Freilos) spielfrei. Dann warten zwei Heimspiele (gegen St. Pölten und Hollabrunn). Die Landeshauptstädter sind noch sieglos und zuletzt in vier, allerdings mit jeweils Minus-zwei sehr knappe Niederlagen geschlittert. „Daher hat St. Pölten mehr Druck als wir.“ Auß erwartet eine Kampf-Partie: „Das wird wahrscheinlich kein schönes Spiel werden.“