Tulln will sich nicht aus dem Konzept bringen lassen

Tulln machte nach der Pause zehn Minuten kein Tor, Krems führte in dieser Phase mit einem 6:0-Run die Entscheidung herbei.

Erstellt am 15. September 2021 | 01:10
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Lukas Majbik (rechts) war mit neun Toren überragend. Links: Lukas Nikolic.
Foto: Bert Bauer

KREMS/LANGENLOIS - TULLN 27:24. Der UHC war ersatzgeschwächt, musste auf Aufbauspieler Patrick Gasperov und Flügel Felix Irlacher (Magen-Darm-Infekt) verzichten. Alexander Fritz sah zehn Minuten vor der Pause die rote Karte. Ein umstrittener Ausschluss! „Das war eine Fehlentscheidung. Überhaupt haben wir bergauf spielen müssen“, ärgerte sich Trainer Raimund Auß über die Schiris.
Ohne Gasperov, Fritz und Irlacher verfügte Tulln über nicht viele Optionen.

„Das soll aber keine Ausrede sein. Wir haben eine kämpferische Sonderleistung geboten!“ Krems schickte die stärkste zur Verfügung stehende Mannschaft ins Rennen, mit dabei waren auch vier, fünf Mann vom HLA-Kader wie Lippitsch, Rudischer, Hasecic und Nikolic.

In der 40. Minute lagen die Gäste noch in Führung (18:17), mit sechs (!) Toren in Folge gelang Krems die Vorentscheidung.

Tullns Legionär Lukas Majbik stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage. Mit neun Toren, davon acht aus dem Spiel, war er bester Werfer des Abends.
Im Tor machte Florian Haag ein gutes Spiel. Er trug sich selbst sogar zwei Mal in die Schützenliste ein, traf aus der eigenen Hälfte ins gegnerische Tor, als Krems in Unterzahl seinen Goalie aus dem Spiel genommen hatte (zum 12:11 und 27:23).
Im Tullner Lager gab es zwei Debütanten. Der 15-jährige Lukas Gugerell stand zum ersten Mal im Bundesliga-Kader. Und Alex Schmölz, Sohn der Tullner Handball-Legenden Johann Schmölz und Beate Vizvary, hatte seine ersten Einsatzminuten bei den „Großen“.

Passiert ist aus Tullner Sicht nicht allzu viel. Bei dieser starken Kremser Mannschaft muss verlieren erlaubt sein. So sieht es auch Auß: „Es war ein gutes Spiel. Wir müssen zufrieden sein und dürfen uns nicht aus dem Konzept bringen lassen.“