Kraftsportler und Schule: Eine besondere Kooperation

Erstellt am 10. August 2022 | 02:29
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Ein Projekt der Tullner Sportmittelschule und des HSV Langenlebarn-Kraftsport bringt Bewegung in die Klassenzimmer.

Seit 2007 läuft eine besondere Kooperation zwischen der Kraftsportsektion des HSV-Langenlebarn und der Sportmittelschule Tulln in äußerst erfolgreichen Bahnen. Bei diesem Schulprojekt werden Schülerinnen und Schülern in wöchentlichen Stunden die Freuden und Vorzüge des Kraftsports vermittelt.

Einerseits möchte man den Kindern damit bereits so früh wie möglich den Kraftsport schmackhaft machen, andererseits soll das Projekt der immer weiter verbreiteten Bewegungsarmut und dem zunehmenden Übergewicht im Jugendalter entgegenwirken. „Außerdem wollen wir die unterstützende Wirkung unseres Sports auch für andere Sportarten vermitteln“, erklärt Katrin Storka, die mit HSV-Vereinstrainer Jürgen Pikola für das Projekt verantwortlich ist.

Während der Schulzeit werden im Rahmen dieser Kooperation jeden Montag die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen der Sportmittelschule in ihren Turnstunden von den HSV-Trainern betreut. Im Fokus steht dabei die Ausbildung der grundlegenden muskulären und motorischen Fähigkeiten. Richtiges Aufwärmen, das korrekte Heben von Gewichten oder die richtige Kniebeuge werden mit altersgerechten Methoden und Belastungen durchgegangen und geübt.

Am Freitag findet für die fortgeschrittenen Schülerinnen und Schüler die auf den Geschmack gekommen sind ein gemeinsames Training mit den Mitgliedern des HSV-Nachwuchses statt.

„Das Projekt ist in dieser Form noch immer einzigartig und funktioniert natürlich auch nur, weil wir mit der Schule einen wirklich ausgezeichneten Kooperationspartner haben“, betont Storka, die neben ihrer Tätigkeit für den HSV auch noch beim NÖ-Gewichtheberverband als Sportwartin für den Nachwuchs und die Damen aktiv ist.

Interessant ist allerdings auch die Trainingsstätte. Abgesehen von den Montagstrainings, wird nämlich in den Räumlichkeiten des Bundesheers auf dem Flugplatz in Langenlebarn trainiert. Um diese zu erreichen, muss man erst an der Wache vorbei, die natürlich genau kontrolliert, wer sich auf das Gelände begeben darf.

Wer keine Dauerkarte hat, muss Tage im Vorfeld angemeldet werden. Danach folgt eine Fahrt quer über das Areal, bis man am Ziel ist. Dort geht es dann aber weniger militärisch zu. Unter den wachsamen Augen von Katrin Storka und Jürgen Pikola wird an der Technik gefeilt, wobei nicht nur Gewichte auf dem Programm stehen. Auch der Dreisprung, der 30m-Sprint und der Kugelschokwurf werden geübt.