Miedler servierte im Viertelfinale auf's Match. Lucas Miedler besiegte in Mexiko den früheren Top-Ten-Spieler Janko Tipsarevic. Im Viertelfinale servierte er aufs Match – und verlor.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 24. April 2019 (02:44)
GEPA pictures, Matic Klansek
Tennis-Ass Lucas Miedler

Lucas Miedler durchlebte beim Challenger in San Luis/Mexiko ein Wechselbad der Gefühle.

Als Nummer elf des Turniers hatte Miedler in der ersten Runde ein Freilos. In der zweiten wartete ein Kracher: der 34-jährige Janko Tipsarevic, ehemaliger Top-Ten-Spieler aus Serbien, der als Karrierehoch Weltranglistenposition acht zu Buche stehen hat (2012). Österreichs Nummer fünf überraschte, feierte einen sensationellen 7:5-, 3:6-, 6:3-Sieg. „Natürlich ist es nicht leicht, gegen einen so erfahrenen Spieler anzutreten. Die Umstände mit Platz und Höhenlage haben es nicht einfacher gemacht. Aber ich bin froh, dass ich das Match im dritten Satz wieder umdrehen konnte“, so Miedler, der zwei seiner vier Breakmöglichkeiten nutzte und selbst – trotz einer niedrigen Quote erster Aufschläge (41 Prozent) - keinen einzigen Breakball abwehren musste.

Natürlich ist es nicht leicht, gegen so einen erfahrenen Spieler anzutreten. Die Umstände mit Platz und Höhenlage haben es nicht leichter gemacht.“ Lucas Miedler

Miedler bestätigte den Sieg mit einem 6:4-, 6:4-Erfolg gegen den auf Nummer sechs gesetzten Roberto Quiroz/Ecuador.

Im Viertelfinale war leider Endstation. Ausgerechnet gegen den vermeintlich leichtesten Gegner, die Nummer 351 der Welt, flog Miedler aus dem Bewerb. Zunächst bestätigte der Muckendorfer die Papierform, führte mit 6:4 und 4:1 mit Doppelbreak. Beim Stand von 5:3 servierte Miedler auf den Einzug in die Vorschlussrunde. Dann drehte der Schweizer Marc-Andrea Huesler den Spieß um und ging als 4:6-, 7:5-, 6:3-Sieger vom Platz.

Immerhin sicherte sich Miedler für den Einzug ins Viertelfinale 15 ATP-Punkte.

Im Doppel verabschiedete sich die österreichische Paarung Miedler/Sebastian Ofner bereits in der ersten Runde: 4:6, 3:6 gegen die US-Amerikaner Evan King/Nathan Pasha.

In dieser Woche startet Lucas Miedler beim nächsten Challenger in Mexiko (Leon). Als Nummer 15 des Turniers greift er erst in der zweiten Runde ins Geschehen ein.