SV Waidhofen: Nach dem Trainer kommt der Kader. Michael Scherzer wurde als Co-Trainer bei Waidhofen fixiert. Jetzt liegt der Fokus auf der Kaderplanung.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 14. Januar 2020 (03:00)
Obmann Andreas Hanisch (r.) und sein Stellvertreter Michael Frank (l.) mit dem neuen Trainer-Team des SV Waidhofen: Tormann-Trainer Thomas Limbeck, Spielertrainer Peter Balta, Co-Trainer Michael Scherzer und Reserve-Coach Gerhard Kraus.
Josef Litschauer

Team anstatt „Alleine“. Noch vor Weihnachten wurde ja mit Peter Balta ein Waidhofner Urgestein als Spielertrainer beim SV Waidhofen präsentiert. Nun wurden auch die restlichen Namen vorgestellt, die im „Team Balta“ eine große Rolle spielen sollen: Als Co-Trainer fungiert ab sofort Michael Scherzer, dazu soll auch der Tormann-Trainer Thomas Limbeck „aufgewertet“ werden und Balta als zusätzlicher Co. zur Seite stehen. „Wir wollten uns bewusst breit aufstellen – auch, weil es das bei einem Spielertrainer braucht“, erklärt Obmann Andreas Hanisch.

Der neue Co. Der 44-jährige Michael Scherzer verfügt über die UEFA B-Lizenz, war zuletzt Trainer bei Kautzen in der 1. Klasse Waldviertel. „Er verfolgt moderne Methoden, auf die wir zurückgreifen wollen“, so Obmann Hanisch. Scherzer selbst gibt sich als absoluter Team-Player: „Ich werde Peter gewisse Dinge vorschlagen – am Ende entscheidet aber er, was wir machen und was nicht.“ In einem ersten Schritt sollen die Spiele künftig gefilmt und danach analysiert werden, genauso wie die Spieler beim Training mit GPS-Tracker ausgestattet werden. Beim Spiel selbst soll Scherzer das Coaching auf der Bank übernehmen, wenn Balta als Spieler im Einsatz ist.

Scherzer selbst spricht nach seinem Aus in Kautzen von „Anfragen, die es gab“, aber auch davon, wie sehr ihn der Job in Waidhofen reizte. „Dadurch, dass ich selbst nie höherklassig gespielt habe (Anm.: Eisgarn, Heidenreichstein, Kautzen), bin ich dankbar, dass ich diese Chance in der 1. Landesliga bekomme.“ Scherzer gilt dennoch beim SVW als Lokalmatador – er wohnt in Waidhofen.

Der Sportdirektor. Nach dem Abgang des bisherigen Sportdirektors Helmut Lamatsch zum Liga-Rivalen Zwettl blieb dieser Posten beim SVW unbesetzt. Daran wird sich auch nichts ändern, werden die Fäden der Sportlichen Leitung wieder bei Obmann Andreas Hanisch zusammenlaufen. „Wir haben unsere Leute, die Beobachtungen durchführen.“

Der Kader.Wir haben unsere Fühler ausgestreckt“, meint Obmann Hanisch. Fix sei, dass Spieler kommen werden. Von einer Ho-Ruck-Aktion soll aber Abstand genommen werden. „Es kommt sicher kein Spieler, den wir zuvor weder in einem Training, oder Spiel gesehen haben.“ Damit möchte Hanisch Fehltritte wie im Sommer beim Slowaken Dominik Kratochvil vermeiden, der bereits nach wenigen Wochen wieder heimgeschickt wurde. „Es kann auch Ende Jänner werden, bis wir aktiv werden.“

Fix ist, dass die zuletzt verletzt gewesenen Nico Priemayr und Stefan Pany wieder im Training stehen.

Nicht mehr für Waidhofen wird hingegen der ehemalige Kapitän Andreas Schleinzer einlaufen. Nach einer anhaltenden Verletzungspause, die Schleinzer bereits seit zwei Jahren außer Gefecht setzte, teilte er dem Verein sein Karriere-Ende mit.