Fanter lief in 17 Stunden um Wien. Hans-Jürgen Fanter aus Weikertschlag erreichte beim „Wien Rundumadum Ultratrail“ den 27. Platz. Nutellabrot und Krapfen gab es als süße Stärkung für zwischendurch.

Von Tanja Richter. Erstellt am 06. November 2019 (01:21)
privat
Rot auf schwarz – nach 17:10.20 Stunden hatte Hans-Jürgen Fanter Wien umrundet.

130 Kilometer mit 1.880 Höhemeter warteten auf die Teilnehmer des diesjährigen „Wien Rundumadum Ultratrail“. Unter den Teilnehmern war nach 2018 auch wieder der Extremläufer Hans-Jürgen Fanter, der in einer Zeit von 17:10 Stunden den 27. Platz von 58 Finishern belegte.

„Zum Saisonabschluss habe ich mir das Ziel gesetzt den Lauf zu genießen und durchzukommen“, erklärt Fanter. Um 5.30 Uhr in der Früh ging der Waldviertler top motiviert in den Wettkampf, bei dem laut dem Veranstalter Spaß und Laufen an der Natur im Vordergrund stehen. Nach einer kurzen Einlaufphase auf der Donauinsel ging´s laut Fanter über „moderate“ An- und Abstiege nach 47km zur Verpflegungsstation Gütenbachtor. Von dort ging es auf teils sehr verwinkelten Straßen durch die Stadt, wie etwa durch die U-Bahn Station Hütteldorf. „Von dort an war die Schwierigkeit, die Orientierung zu behalten, um zügig und ohne Umwege weiterzukommen. Es war nicht immer einfach, die Wegweiser zu finden“, beschreibt Fanter die Herausforderungen.

Nach der Verpflegungsstation Simmeringer Hauptstraße folgte das Kraftwerk Freudenau und die Eßlinger Furt.

Kopfsteinpflaster als große Herausforderung

„Ab Kilometer 92 war ich alleine unterwegs. Aufgrund der abwechslungsreichen Strecke mit diversen Sehenwürdigkeiten flogen die Kilometer aber nur so dahin,“ erzählt Fanter. Mit Stirnlampe, reflektierender Kleidung und einem mit Riegeln und Gels gefüllten Rucksack, ging es in die Abendstunden. Nach dem Gerasdorfer Bahnhof und der Stammersdorfer Kellergasse ging es 2km lang bergab über Kopfsteinpflaster. Fanter beschrieb das nach bereits über 117 zurückgelegten Kilometer als „eine Tortur“. Danach ging es wieder zurück zu Start- und Ziel, zum Sportcenter Donaucity. Um 22.40 Uhr erreichte der Waldviertler schließlich erschöpft aber überglücklich das Ziel.

„Ich habe rund 11.600kcal verbraucht. Diverse Powergels und Magnesiumtabletten zu mir genommen. Zur Verpflegung gab es auch Nutellabrot, Krapfen und Knabbergebäck“, erzählt Fanter, der von einer tollen Erfahrung im Ultratrailbereich spricht: „Mein Minimalziel Durchkommen und die 20 Stunden Marke zu unterschreiten habe ich „ganz“ locker geschafft.“