Eisspeedway-Crack Harry Simon gibt wieder Gas. Nach einer Saison Pause sitzt der 53-jährige Pfaffenschlager Harald Simon wieder im Bus nach Russland. Das große Saisonziel ist die Quali für die Weltmeisterschaft.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 27. November 2019 (00:34)
Vollgas. Harald Simon will‘s wieder wissen.
zVg

Vorigen Winter war es ruhig geworden um Harald Simon. Seine Hand machte Probleme, zwang ihn zu einer weiteren OP um den Jahreswechsel. Derart mitgenommen musste er die Saison sausen lassen. Aber Karriereende? Mitnichten! Als Zuschauer beim WM-Lauf auf seiner Lieblingsbahn in Inzell wäre der 53-Jährige am liebsten im März schon wieder auf die Eisspeedway-Maschine gestiegen.

Jetzt will er es wirklich wieder wissen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag machte er sich nach vielen Nächten in der hauseigenen Werkstatt, um das Material wieder rennfit zu bekommen, von Pfaffenschlag auf in den Mittleren Ural nach Kamensk-Uralsky (etwa 100km südöstlich von Jekaterinburg).

Dort beginnt am 27. November das Trainingslager, bei dem sich der Eisspeedway-Crack traditionell auf seine Saisonen vorbereitet. Ob er es rechtzeitig dorthin schafft, war zu Redaktionsschluss noch nicht ganz sicher. „Er steckt gerade im Stau an der russischen Grenze fest“, erzählte seine Schwester Helga Fronhofer der NÖN. Das kann je nach Laune der Zöllner und Witterung mitunter etwas dauern. Von der Grenze sind noch immer rund 1.800km mit dem Werkstatt-Bus zurückzulegen.

Ob Simon wieder einen Platz in der Russischen Superliga bekommt, wird wohl erst beim Trainingslager entschieden. Das große Ziel ist aber ohnehin ein Platz für die Einzel-WM-Quali. Die steigt am 11. Jänner in Ornsköldsvik (Schweden) und Kauhajoki (Finnland). Saisonauftakt wäre am 1. und 2. Februar in Almaty (Kasachstan), gefahren wird außerdem in Togliatti, Shadrinsk (beide Russland), Inzell (Deutschland) und Heerenveen (Niederlande). Die Team-WM steigt in Berlin, die Europameisterschaft in Tomaszów Mazowiecki (Polen).