Peifer eine Klasse für sich. Der Turnierfavorit Nicolas Peifer feierte seinen 8. Turniererfolg in Groß-Siegharts. Lokalmatator Nico Langmann musste sich im Doppelfinale geschlagen geben.

Von Tanja Richter. Erstellt am 14. August 2019 (02:13)
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Nicolas Peifer siegte erneut in seinem „Wohnzimmer“ in Groß-Siegharts – zum bereits achten Mal.

Zum bereits 32. Mal fand das größte Österreichische Rollstuhltennisturnier in Groß-Siegharts statt. 85 Behindertensportler aus 27 kämpften um das Rekordpreisgeld von 30.000 US-Dollar.

Im Herren Bewerb war für die österreichische Nummer 1 Nico Langmann im Viertelfinale Endstation. Im Finale standen sich Ruben Spaargaren (NED) und Nicolas Peifer (FRA), die Nummer 1 des Turniers, gegenüber. Eine beachtliche Zuschauerkulisse sah ein sportlich hochklassiges Tennismatch, bei dem sich am Ende der Favorit aus Frankreich deutlich mit 6:1, 6:3 durchsetzen konnte. Peifer fixierte damit seinen achten Sieg im Waldviertel, damit ist er der erfolgreichste Spieler in der Geschichte der Austrian Open.

Im Doppel waren die Hoffnungen auf einen österreichischen Erfolg am größten. Die Titelverteidiger Nico Langmann und Nicolas Peifer mussten sich im Finale jedoch der holländisch-belgischen Paarung Ruben Spaargaren und Jef Vandorpe geschlagen geben.

Auch bei den Damen gab es einen Favoritensieg. Die Deutsche Sabine Ellerbrock kämpfte in einem spannenden Finale Zhenzhen Zhu (CHN) nieder und feierte damit ihren fünften Titel in Groß-Siegharts.

Im Damendoppelbewerb setzten sich Angelica Bernal (COL) und Maria Moreno (ARG) gegen die Deutsche Paarung Ellerbrock/Katharina Krüger durch.

Im Quadsbewerb gewann der Topfavorit Niels Vink aus den Niederlanden. Allerdings profitierte er von der verletzungsbedingten Aufgabe von Robert Shaw (CAN). Da der Kanadier auch im Doppelfinale nicht mehr antreten konnte, ging hier der Titel ebenfalls an Vink und seinen Partner Bryan Barten (USA).

Am Turnierende konnten die Verantwortlichen ein mehr als positives Resümee ziehen. „Ein deutlich zunehmendes Interesse kann man von den steigenden Besucherzahlen ableiten. Die Zusehertribüne war oft voll besetzt und auch die Rahmeprogrammpunkte kamen bei den Waldviertlern sehr gut an“, erklärt der Turnierdirektor Philipp Dörre. Zudem konnte, neben dem sportlichen Aspekt, auch das große soziale Ziel der gelebten Integration weiter verfolgt werden. Die 160 ehrenamtlichen Mitarbeiter aller Altersklassen stellten die Behindertensportler im Mittelpunkt, wobei vor allem der offenherzige Umgang mit den Spielern aus 27 Nationen herausstach.