Tennis- Klassiker startet in Groß Siegharts. Tennisasse kämpfen beim Traditionsturnier um den Titel und 30.000 US Dollar Preisgeld.

Von Tanja Richter. Erstellt am 07. August 2019 (02:36)
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Der siebenfache Austrian-Open-Sieger Nicolas Peifer aus Frankreich steht auch heuerwieder ganz hoch im Kurs auf den Sieg in Groß-Siegharts.

Nach langen intensiven Vorbereitungen ist es nun so weit. Am 7. August um 8:00 findet der erste Aufschlag des 32. Internationalen Rollstuhltennisturniers in Groß Siegharts statt. In den fünf Turniertagen werden über 80 Athleten aus 27 Nationen (von Japan über Südafrika und Kolumbien bis Kanada) im Waldviertel zu bewundern sein.

Das Traditionsturnier zählt zu den ITF II Series, dies ist vergleichbar mit der Einstufung ATP 500, wie das Wiener Stadthallenturnier. Vom 7.-11. August kämpfen die Teilnehmer in mehr als 140 Bewerbsspielen um ein Preisgeld von 30.000 US Dollar. Um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten sind 160 ehrenamtliche Mitarbeiter sowie 26 Ballkinder im Einsatz. Ausgetragen werden neben den Herren-, Damen- und Doppelbewerbe, auch Quadbewerbe.

Heuer mit enorm starkem Teilnehmerfeld

Das „Match of the Day“ findet in den Vorrunden jeweils um 17:00 am Court Franz Stark statt. Am Wochenende stehen die Finalspiele am Programm. Am Samstag findet sowohl das Quad-, Damen- und Herrendoppelfinale statt. Am Sonntag der krönende Abschluss mit dem Herrenfinale. Am Abend gibt es für die Zuseher stets ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Turnierdirektor Philipp Dörre blickt dem Turnier mit viel Vorfreude entgegen: „In diesem Jahr gibt es ein enorm starkes Teilnehmerfeld, mit gleich mehreren top ten Spielern, da es um wichtige Qualifikationspunkte für die Paralympics 2020 in Tokyo geht. Damit ist es eine der größten Auflagen aller Zeiten.“

Bei den Herren wird der Weg zum Titel abermals über den bereits siebenfachen Austrian Open Sieger Nicolas Pfeifer aus Frankreich führen. Aktuell ist der Groß-Siegharts Spezialist die Nummer 7 in der Weltrangliste. Aus österreichischer Sicht liegen die Hoffnungen auf Nico Langmann, der auf Nummer acht gesetzt ist. Ihm ist der Einzug in das Viertelfinale zu zutrauen.

Vitiser Wallner wieder einziger Lokalmatador

Auf Allstar Martin Legner würde in Runde zwei bereist ein top gesetzter Spieler warten. Im Doppel stehen die Chancen auf einen Heimsieg allerdings umso besser. Langmann tritt gemeinsam mit Pfeifer an, die auch schon im letzten Jahr den Titel holten. Bei den Damen ist die Deutsche Sabine Ellerbrock, Nummer fünf in der Weltrangliste, die Favoritin.

Eine österreichische Dame ist leider nicht vertreten. Im Quadbewerb ist der Kanadier Robert Shaw (Nr. 6 der Weltrangliste) die Nummer eins in der Setzliste. Mit Markus Wallner aus Vitis ist auch ein Lokalmatador bei den Austrian Open am Start. Für den Staatsmeister wird es gegen die starke internationale Konkurrenz jedoch nicht einfach werden sich durchzusetzen.