Aufwind für Piloten bei Segelflug-Staatsmeisterschaft. Waldviertel Segelflieger Paul Altrichter und Martin Schwab legten einen guten Start hin.

Von Michael Schwab. Erstellt am 07. August 2019 (02:28)

Die Staatsmeisterschaft im Streckensegelflug startete am Samstag am Flugplatz Dobersberg.

Über 50 Piloten nehmen in vier Klassen teil. Jeder Tag beginnt mit einem Briefing am Vormittag, wo entschieden wird, ob das Wetter für Streckensegelflüge geeignet ist, und für jede Klasse die Tagesaufgabe, genannt „Task“ präsentiert wird. Je nach Witterung sind Strecken von mehreren hundert Kilometern zu festgelegten Wendepunkten zurückzulegen. Nach dem Start per Motorflugzeugschlepp, wo die Segelflugzeuge von einer Motormaschine in die Höhe gezogen werden, kreisen die Piloten in der Thermik, bis die gesamte Klasse in der Luft ist und die Startlinie geöffnet wird.

Mit der richtigen Strategie möglichst schnell die Aufgabe absolvieren

Dadurch werden faire, weil gleichartige Bedingungen für alle Teilnehmer einer Klasse geschaffen. Nun gilt es, mit der richtigen Strategie möglichst schnell die Aufgabe zu absolvieren. Die Geschwindigkeit „auf Strecke“ muss an die Aufwindbedingungen angepasst werden, andernfalls ist man entweder zu langsam unterwegs, oder riskiert bei ungünstigen Bedingungen eine Außenlandung.

Unter den Piloten, die um den Staatsmeistertitel kämpfen, sind auch drei Waldviertler – alle drei sind Mitglieder der Union Fliegergruppe Waldviertel, die den Bewerb ausrichtet. Aus dem Bezirk Waidhofen sind der Groß Sieghartser Paul Altrichter und der Kautzener Rainer Wanko in der Clubklasse dabei, aus dem Bezirk Gmünd der gebürtige Heidenreichsteiner Martin Schwab, der in der „Mixed“-Klasse fliegt. Am ersten Wettbewerbstag (Sonntag) lief es für Martin Schwab besonders gut. Er ging mit seinem Discus 2T mit 1.000 Punkten knapp vor dem Duo Achleitner und Haslinger (ASG 32 Mi Doppelsitzer, 994 Punkte) in Führung. Am zweiten Tag (Montag) erreichte er Platz vier, konnte aber die Führung ex aequo mit Achleitner und Haslinger halten.

Paul Altrichter drehte in der Clubklasse nach einem siebenten Platz am ersten Wertungstag am zweiten Flugtag richtig auf, war Tagesbester und rückte auf Platz zwei der Gesamtwertung vor. Für Rainer Wanko liefen die ersten beiden Flugtage leider nicht so rund, doch da der Bewerb noch bis Samstag läuft, ist derzeit (Stand Dienstag) noch nichts fix.