Wiener Neustadt

Erstellt am 08. Januar 2019, 02:25

von Malcolm Zottl

Der Trainer ist da. Norbert Antal nimmt auf der Wiener Neustadt-Trainerbank Platz und verspricht: „Wir wollen attraktiven Handball zeigen.“

Norbert Antal ist der neue Trainer bei ZV Handball Wiener Neustadt.  |  zVg

„Wir haben einen neuen WHA-Trainer“, kann Wiener Neustadts Obmann Stephen Gibson Vollzug vermelden. Die Wahl fiel auf einen jungen, ungarischen Trainer – Norbert Antal (28) wird am Sonntag gegen Sankt Pölten sein Debüt feiern.

Antal spielte als Aktiver, (unter anderem) als Kreisläufer in Bad Vöslau. Die letzten vier Jahre war der Ungar bei WHA-Verein Dornbirn Schoren im Trainerstab aktiv, betreute nebenbei auch das Landesausbildungszentrum Vorarlberg. „Er hat Erfahrung im Nachwuchs, kann Spielerinnen weiterentwickeln“, erklärt Gibson die Gedanken hinter der Trainerbestellung.

Antal trete allerdings such in große Fußstapfen. Immerhin gewann Interimstrainerin Nicole Prokop alle ihre vier Partien. Dennoch soll Antal natürlich Zeit bekommen: „Wir planen langfristig mit ihm“, unterstreicht Gibson. Maximilian Holly wird den ZV Handball-Damen weiterhin als Co-Trainer erhalten bleiben.

Erste und zweite Welle als Erfolgsschlüssel

Und was nimmt sich der Neo-Coach selbst für die Aufgabe Wiener Neustadt vor? „Persönlich möchte ich eine bessere Position haben, als es aktuell mit Platz acht der Fall ist. Die Top Fünf wären ideal.“

Dafür will der Ungar das taktische Konzept umkrempeln, denn anstatt der bisher praktizierten 3-2-1-Deckung, präferiert Antal eine 5-1-Formation. Offensiv soll an der ersten Welle (schneller Gegenstoß) und zweiten Welle (schneller Abschluss bei teils formierter Verteidigung) gearbeitet werden. Genau das war in den ersten Runden die Achillesferse der Neustädterinnen. „Wir wollen einen attraktiven Handball zeigen“, verspricht Antal.

Während in der Meisterschaft keine sportlichen Quantensprünge mehr möglich sind, hat ZV Handball im Cup weiter alle Chancen. Am 10. Februar empfängt man Dornbirn zum Viertelfinale. Für Antal eine besondere Begegnung, immerhin geht es gegen seinen ehemaligen Verein: „Das ist mit Emotionen verbunden. Ich hoffe aber, dass wir dann eine spannende Partie für uns entscheiden können.“