Bezirk Wiener Neustadt

Erstellt am 12. Februar 2019, 01:48

von Malcolm Zottl

Die speziellen Sportler für die Sommerspiele. Für Team Österreich geht es langsam in die intensive Vorbereitung auf die Weltspiele. Der Bezirk wird in Abu Dhabi mit zwei Sportlern und einer Trainerin vertreten sein.

Silvana Krdzic (r.), Ingrid Grundner (2.v.r.) und Michael Holub (hinten, r.) freuen sich gemeinsam mit den weiteren NÖ-Teilnehmern auf die Special Olympics in Abu Dhabi Mitte März.  |  zVg

Die Special Olympics sind die Olympischen Spiele der Sportler mit einer kognitiven Beeinträchtigung. 2017 fanden die Winterspiele mit den Austragungsorten Graz, Schladming und Ramsau praktisch vor der Haustür statt. 2019 heißt es für die heimischen Athleten weiter reisen. Die Sommerspiele werden von 14. bis 21. März in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) ausgetragen.

Aus Österreich sind insgesamt 61 Aktive dabei. Aus Niederösterreich kommen sechs Sportler und zwei Trainer. Die Beteiligung aus dem Bezirk Wiener Neustadt im Überblick:

Michael Holub (Wiener Neustadt, Judo) 

Der „No Problem“ Baden-Sportler gewann bei den Winterspielen vor zwei Jahren Bronze im Langlauf. Bereits 2011 war er bei den Sommerspielen am Start, im Volleyball belegte Holub damals in der Endwertung den fünften Platz. „Ich bin sehr sozial eingestellt und hilfsbereit anderen Sportlern gegenüber“, beschreibt sich der Multi-Sportler selbst. Ob eine Medaille in Abu Dhabi sein erklärtes Ziel ist? „Ich möchte mein Bestes geben“, sagt Holub.

Silvana Krdzic (Neudörfl/Wiener Neustadt, Judo)

Sie startet für den Judoverein Neunkirchen Schwarzatal. Der Kampfsport ist aber nicht die einzige Leidenschaft der sportlichen 38-Jährigen – zu ihren Hobbies zählen Rollerskaten, Eislaufen und Tanzen. Bei den Special Olympics ist Krdzic allerdings das erste Mal dabei. „Am besten gefallen mir beim Judo die verschiedenen Standtechniken, die man lernt, auf Turniere und Wettkämpfe fahre ich auch gerne“, ist Krdzic für ihr bisheriges Karrierehighlight motiviert.

Ingrid Grundner (Hollenthon, Trainerin)

Als Aktive noch in der Fußball-Bundesliga und beim Karate kam die dreifache Mutter über ihre Kinder zum Judo. „Zeitgleich mit deren Training gab es eine Gruppe für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, wo ich bald selbst mitgeholfen habe“, erzählt Grundner, die zu Menschen mit Behinderung ein besonderes Verhältnis hat, da ihre Schwester eine Hörbeeinträchtigung hat – „Mit ihr verbrachte ich meine gesamte Schulzeit.“ Genauso wie um ihre Schwester wird sich Grundner in der Vorbereitung auf die Special Olympics auch um ihre Schützlinge kümmern.