Freiwilliger Abschied. Basketball / Die Falcons ziehen sich aus der 2. Bundesliga zurück. Die Gründe sind sportlicher, organisatorischer und finanzieller Natur.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 10. Juni 2014 (10:46)
Fünf Jahre lang spielten die Amstettner Basketballer in der 2. Bundesliga. Zweimal scheiterten sie dabei nur knapp am Einzug ins Final Four. Einmal fehlte sogar nur ein einziger Punkt. Die letzte Saison war für die Falcons jedoch eine sportliche Enttäuschung. Unter Neotrainer Jeff Kremer kassierten die Falken eine Niederlage nach der nächsten und verbuchten das schlechteste Bundesligajahr in der Vereinsgeschichte.

Nun zog man daraus die Konsequenzen. „Es ist ein harter Schritt, aber überaus vernünftig und wohl überlegt. Es ist der Punkt erreicht, wo es nicht mehr zu verantworten wäre, in dieser Liga zu bleiben“, gab Präsident Gerhard Sengstschmid letzte Woche den freiwilligen Rückzug der Falcons aus der Bundesliga bekannt. Der Startplatz in der 1. OÖ Landesliga wird aber auf jeden Fall wahrgenommen.

Die Konzentration gilt  nun der OÖ Landesliga

Gründe für den freiwilligen Abschied von der Bundesliga gibt es mehrere. So war man mit dem kleinen Kader in der immer stärker werdenden 2. Liga einfach nicht konkurrenzfähig. Auch deshalb, weil der Abgang von Leistungsträgern wie Andreas Bauch und Stefan Kerschbaummayr nicht kompensiert werden konnte.

Auch die notwendigen organisatorischen Aufgaben bei der Durchführung der Meisterschaft wuchsen den Falcons über den Kopf. „Wir mussten jedes Spiel mit zwei Kameras filmen und brauchten je zwei Leute, die die Livestatistik machen und den Schweiß vom Hallenboden wischen“, erklärte Sengstschmid den notwendig gewordenen enormen Aufwand bei jedem Heimspiel.

Aber auch die Finanzen stellten die Falcons vor Probleme, denn zugesicherte Sponsorgelder blieben teilweise aus. Teure Legionäre einzukaufen, entspricht aber ohnehin nicht der Philosophie der Amstettner. „Da investieren wir das wenige Geld, das uns zur Verfügung steht, lieber in den Nachwuchs“, betonte Sengstschmid.