Roseneder-Comeback bei Fight Night: „Kampf lebt in mir“. Robert Roseneder kehrt nach sechs Jahren Abstinenz in den Ring zurück. Er kämpft bei seinem großen Comeback bei der Amstettner Fight-Night um den WM-Titel.

Von Andreas Fröhlich. Erstellt am 18. Dezember 2018 (03:05)
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Das Wettkampfteam. Thomas Raffetseder, Comebacker Robert Roseneder und Julia Freinberger (hinten v.l.) gemeinsam mit ihrem Coach Christian Pfannhauser.

Sechs Jahre ist es nunmehr her, dass der damalige Profi-Europameister seine Sanshou-Karriere beendete. Jetzt steht der mittlerweile 42-Jährige aber vor dem großen Comeback mit einem wohl noch größeren Ziel. Er will gleich bei seiner Rückkehr den Weltmeistertitel gewinnen.

Eigentlich scheint dabei alles wie angerichtet. Der WM-Kampf soll am 16.März bei der Fightnight in Amstetten über die Bühne gehen, quasi ein Heimspiel für den gebürtigen Waidhofner. Dass es überhaupt zu besagtem Comeback kommt, hat derweil einen ernsten Hintergrund. Roseneders langjähriger Trainer, Christian Pfannhauser, hatte vor einigen Monaten einen folgenschweren Unfall und ist seither an den Rollstuhl gefesselt.

„Ich sollte daher Christian Pfannhausers Wettkampfteam übernehmen. Ich wusste nicht, ob ich das wirklich machen kann und ob ich es schaffe, einfach neben dem Ring zu stehen, wenn jemand anderes kämpft. Unsere Verbandspräsidentin hat das mitbekommen und gemeint, dass ich auch selber wieder aktiv werden kann, weil zwei Athleten gesucht werden, die um den vakanten WM-Titel kämpfen“, erklärte Roseneder.

Er und sein Trainer handelten in der Folge einen Deal aus. Wenn Pfannhauser beim WM-Kampf in seiner Ecke steht, wird Roseneder antreten. „Christian soll das Laufen wieder lernen und ich lerne dafür das Kämpfen wieder“ so Roseneder. Die Generalprobe für den Kampf lief derweil wie geschmiert. Roseneder trat bei der Bregenz-Open des World Martial Arts Commitees an und feierte überragende Erfolge. Im Leichtkontakt und im Kick-Light trat er in seiner Gewichtsklasse und in der nächst höheren an und gewann dreimal Gold und einmal Silber.