Waldviertel: Volleyball-Offensive für den Nachwuchs. Die Union Raiffeisen Volleyball Waldviertel startet im Herbst mit ihrem Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ). Aus diesem Anlass waren nun Schulen und Bürgermeister geladen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. Januar 2019 (02:48)
URW
Präsentierten das RAZ-Projekt in Zwettl: Werner Hahn, Michal Peciakowski, Stefan Löschenbrand, Tobias Rudig und Silvia Atteneder – gemeinsam am Foto mit Nachwuchsvolleyballern.

Nur fünf Volleyball-Teams gibt‘s im Waldviertel. Neben dem Aushängeschild und Austrian Volley League-Verein Union Volleyball Waldviertel noch die Frauenteams SPU Zwettl (1. Landesliga), Groß-Siegharts (2. Landesliga), X-Volley Krems (1. Klasse) sowie die meisterschaftsinaktive Männer-Mannschaft „Team W4“, das aus einer Spielgemeinschaft zwischen Horn, Groß-Siegharts und Zwettl entstand.

Nun soll das neu geschaffene „Regionale Ausbildungszentrum“ (RAZ) Waldviertel für Volleyball-Nachwuchs sorgen ( die NÖN berichtete ).

Konzept bei Präsentation vorgestellt: Spärliches Feedback

Trägerverein ist die Union Raiffeisen Volleyball Waldviertel am Standort Zwettl. Als Leiter wurde Michal Peciakowski gewonnen, der erst im Sommer seine Profi-Karriere beendete. Ziel des RAZ sei es nicht, den anderen Vereinen die Talente abzuwerben, sondern die Talente zu forcieren bzw. den Kindern überhaupt den Spaß am Volleyball zu vermitteln, wie Peciakowski referierte. Dabei wird stark auf die Schulen in der Region gesetzt.

Aus diesem Anlass gab‘s vor wenigen Tagen in der Zwettler Stadthalle eine Präsentation, wo das angedachte Konzept den Gästen vorgestellt wurde. Angeschrieben wurden alle Schulen sowie Bürgermeister der fünf Waldviertler Bezirke.

Die quantitative Rückmeldung dieser Personen hielt sich jedoch in Grenzen. Dazu meinte etwa Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger (ÖVP), dass der Verein auch „aktiv auf die Schulen zugehen müsse“. „Die Lehrer kommen abends nicht zu einer Info-Veranstaltung.“ Dem widersprach Fichtingers Parteikollegin, Gmünds Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, selbst Sportlehrerin an der NMS Schweiggers. „Vielen Lehrern ist Volleyball ein Anliegen – das zeigen ja auch die Erfolge in der Volleyball-Schülerliga.“

Gerade die sei ein Ansporn dafür, dass der Sprung vom Schulvolleyball zum Verein gewagt werde, meinte etwa Alexander Frank, Lehrer am Waidhofner Gymnasium. „Der Großteil der Groß-Siegharts Damenmannschaft kommt aus unserer Schule.“

„Die Verbreitung und Förderung“ von Volleyball im Breitensport sowie „die Steigerung des Stellenwertes in der Öffentlichkeit“ sollen nun erfolgen. Dazu können sich Schulen an RAZ-Leiter Peciakowski wenden, der die Schulen besucht, Trainings abhält, Lehrer schult oder Tipps für ein volleyballspezifischeres Training gibt. Genauso sind Showtrainings der URW-Profis geplant, um die Kids auf den Geschmack zu bringen.

Betrieben wird das RAZ in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ, dem NÖ Volleyballverband sowie der Kooperation zwischen URW und SPU.