Nordmänner liegen flach. Die Grippewelle erwischte Waldviertels Volleyballer. Eine Pause gibt es für die angeschlagene Mannschaft nicht.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 05. Februar 2020 (01:25)
Angeschlagen.Kapitän Rudinei Boff und seine Waldviertler stemmten sich mit letzter Kraft gegen Graz, ging aber als deutliche Verlierer vom Parkett.
Fritz Schiller

Der dritte Sieg im dritten Spiel der Setzrunde blieb den Waldviertlern verwehrt, daheim setzte es eine deutliche Niederlage (18:25, 17:25, 21:25) gegen Graz. „Sie waren uns einfach körperlich und taktisch überlegen. Wir haben es nie geschafft, das Spiel zu machen“, zollt URW-Manager Werner Hahn dem Konkurrenten aus der Steiermark seinen Respekt.

„Was sollen wir tun gegen eine Grippe? Wichtig ist jetzt vor allem die Gesundheit der Spieler.“Werner Hahn, URW-Manager

Gleichzeitig spricht der Funktionär damit die Verfassung seiner Mannschaft an, die auch in der Vorbereitung unter einer Grippewelle litt. „Die hat uns leider fest im Griff gehabt. Wir starten jetzt im Training praktisch bei null. Niels de Vries ist eine Woche lang im Bett gelegen, der hat ganze sieben Kilo weniger“, schildert Hahn. Zum Glück habe man am Anfang der Setzrunde den Sensationssieg gegen Liga-Dominator Aich/Dob geschafft, beruhigt der Manager. „Somit liegen wir mit zwei Siegen immer noch voll im Plan. Mehr hätten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet.“

Chance zur Revanche schon am Mittwoch

Der ganze Verein müsse nun einen kühlen Kopf bewahren und die Mannschaft langsam wieder in Wettkampfform kommen: „Was sollen wir auch großartig tun gegen eine Grippe? Wichtig ist jetzt vor allem die Gesundheit der Spieler.“

Viel Zeit zum Erholen gibt es für die Nordmänner wie immer nicht, schon am Mittwoch steht die mögliche Revanche in der steirischen Hauptstadt am Programm. „Da wird’s wieder genau so schwer. Graz hat super gespielt und den Sieg voll verdient – vor allem Lorenz Koraimann war grandios“, meint Hahn, der dennoch an den schnellen Umkehrschwung glaubt: „Diese Momente gehören halt auch dazu, nicht nur die, wo man die Hände in der Luft hat und jubelt. Wir werden uns wieder erfangen.“