URW Waldviertel: Krimi gegen Aich/Dob die erhoffte Trendwende?

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 02:22
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Die Standing Ovations hatten sich die Nordmänner am Samstagabend wahrlich verdient. Auch wenn es nach der beherzten Aufholjagd nach 0:2-Rückstand knapp nicht zum Heimsieg reichte.
Foto: Franz Atteneder
Trotz knappem 2:3 vor über 500 Zuschauern will Waldviertel aus Top-Leistung Kraft für die entscheidende Liga-Phase schöpfen.

„Das war wie ein Finalspiel. Volle Hütte, Top-Stimmung, Spannung bis zum Schluss und zwei Teams, die ihre besten Saison-Leistungen gezeigt haben“, fasste Werner Hahn, Manager der Waldviertler Volleyballer, das Geschehen zusammen, das sich am Samstagabend den mehr als 500 Zuschauern in der Zwettler Stadthalle beim Spiel gegen Aich/Dob darbot. Dass es für die Nordmänner nach der Aufholjagd doch nicht reichte, ist ein Schönheitsfehler. „Aber es war ein wirklich tolles Spiel, eine moralische Sonderleistung von uns. Aich/Dob war aber letztlich um das Alzerl besser, hat verdient gewonnen“, sagt Hahn.

In den ersten beiden Sätzen sah es überhaupt so aus, als würden die Kärntner kurzen Prozess machen, holten sich gegen die personell angeschlagenen Waldviertler die ersten beiden Sätze souverän. Doch dann kam die Trendwende. URW legte im dritten Satz 6:4 vor, dann 8:4, 14:8… Angepeitscht vom Publikum ließen die Nordmänner Aich/Dob nicht mehr rankommen, holten sich den Satz deutlich und waren jetzt in der Partie angekommen. Das mündete im vierten Satz in einem Fight, bei dem URW den Durchblick behielt und den Entscheidungssatz erzwang. Dort war es ein Spiel auf Augenhöhe, mit den letztlich entscheidenden Energiereserven aufseiten der Gäste.

Dass die Waldviertler so einen Volleyball-Leckerbissen abliefern können würden, danach sah es noch ein paar Tage vor dem Spiel nicht wirklich aus. Nach der Amstetten-Partie vorigen Sonntag mussten gleich acht Spieler in den Krankenstand, dazu auch Trainer Zdenek Smejkal – die Reise zum MEVZA-Turnier Anfang voriger Woche musste abgesagt werden.

„Die Spieler wohnen gemeinsam, essen gemeinsam, trainieren gemeinsam. Wenn da einer krank ist, zieht das schnell einmal weite Kreise“, sagt Werner Hahn. Waldviertel ist in dieser Saison ein gebranntes Kind. Immer wieder fallen Spieler aus. Hahn: „Wir konnten noch kein Spiel mit derselben Mannschaft spielen, müssen die Starting Six immer durchwechseln. Das ist auch eine mentale Belastung.“

Eine Belastung, die man hofft, jetzt ablegen zu können. „Natürlich sind einige Spieler mitgenommen, aber es geht in die richtige Richtung“, erklärt Hahn. „Ich hoffe, dass wir den Höhepunkt überschritten haben, die Spieler jetzt fit bleiben.“ Die Play-offs rücken nämlich näher. Nur vier Spiele sind im Grunddurchgang noch zu absolvieren.