Waldviertler Volleyballspieler: „Viele gute Angebote“. Die Nordmänner blicken auf eine tolle Saison zurück. Die starken Leistungen sind aber auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 01. Mai 2019 (03:19)
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Kommt Lars Bornemann den Waldviertlern nach nur einer Saison wieder abhanden? Der Deutsch-Kanadier machte mit starken Leistungen in der Liga und im europäischen Bewerb auf sich aufmerksam.Atteneder

Es war die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte der Waldviertler Volleyballer. Das war schon nach dem Einzug ins Final Four der MEVZA vorgezeichnet, der souveräne Aufstieg ins Finale der Austrian Volley League bestätigte es.

Dort machten die Nordmänner Werbung in eigener Sache, ließen sich vom großen Favoriten Aich/Dob nicht abschießen, sondern waren zu jedem Zeitpunkt knapp dran. „Wir haben ein Finalspiel gewonnen und haben Aich/Dob in allen Spielen gehörig ins Schwitzen gebracht. Ich glaube, wir sind ihnen wieder einen Schritt nähergerückt. Auch aus den Spielen in der MEVZA haben wir viel gelernt“, meint Werner Hahn, der Manager der Waldviertler.

 Hahn: „Super, wenn zwei Drittel bleiben“

 Nach den Auftritten im europäischen Bewerb und den fünf vom ORF live übertragenen Finalspielen haben seine Spieler „viele sehr gute Angebote“ von anderen Vereinen, verrät Hahn. „Die Spieler sind ja in der Auslage gestanden. Ich weiß aber auch, dass viele dableiben, das zeugt von einer guten Moral in der Mannschaft. Alle werden wir nicht halten können, aber wenn es zwei Drittel sind, wäre das schon super.“ Einer, der erst im vergangenen Jahr zu den Waldviertlern stieß, und durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machte, ist der Deutsch-Kanadier Lars Bornemann. Hahn gibt zu: „Die Spieler haben zwar langfristige Verträge, aber wenn ein Verein die Ablöse zahlt, wird der Wechsel auch passieren.“

Den Erfolg in der kommenden Saison zu wiederholen, geschweige denn, den nächsten Schritt zu setzten, sei also nicht so selbstverständlich, wie man annehmen möchte, warnt Hahn. „Jetzt warten wir einmal ab, wie sich der Markt entwickelt, und dann haben wir im Vorstand unsere Hausaufgaben zu machen. Bis zum Finale ist es dann noch ein weiter Weg durch den Grunddurchgang, und mit Sokol und Hartberg kommen gute Teams dazu.“

Während die neuerliche Teilnahme an der MEVZA im Verein „ein großes Thema“ sei, gelte es, die nationale Ligareform abzuwarten. Diese wird vor allem für die zweite Mannschaft spannend. „Die zweite Liga soll zu einer echten zweiten Bundesliga werden, das ist interessant. Die Burschen wären mit einem Alter zwischen 17 und 20 Jahren auch bereit dafür.“

Einmal mehr rühmt Hahn dabei die gute Jugendarbeit des Vereins. „Wir haben in jedem Bewerb in allen Alterskategorien eine Mannschaft im Finale gehabt. Es ist gerade ein richtiger Flow drin.“