Rappottos bauten aus. DC Rappottos nutzten die coronabedingt spielfreie Zeit, um sich ein eigenes Vereinsheim zu schaffen. Sie mieteten Gasthaussaal an, investierten zudem 5.000 Euro in Umbauten.

Von Karin Pollak. Erstellt am 31. März 2021 (02:09)
Der Dartclub „Rappottos“ hat den Saal des Gasthauses Weissensteiner angemietet und umgebaut. Auch die Line-Dancer aus Rappottenstein können hier trainieren. Im Bild vorne von links: Manfred und Monika Fröschl (Linedance Trainer) und der Obmann des Dartclubs Ewald Fessl, Mitte: Hannes Wandl, Christian Kienmeier; hinten: Christian Kienmeier, Hannes Wandl und Barbara Oppelmeier.
Rappottos, Rappottos

Aus der Not eine Tugend machten die Mitglieder des Dartclubs „Rappottos“. Mangels Trainings- und Ligaspielmöglichkeiten mieteten sie den Saal des ehemaligen Gasthauses Hackl (im Volksmund, „das gelbe Wirtshaus“), das jetzt der WWG Kirchbach gehört, bauten diesen um und meldeten auch ein Gastgewerbe an. „Wir könnten, wenn wir dürften, mit April starten“, betont der Obmann des Dartvereines Ewald Fessl.

Der seit 1997 bestehende Verein hat aktuell 24 aktive Mitglieder, die mit drei Mannschaften Meisterschaft spielen (eine in der Gebietsliga, zwei in der Bezirksliga). Trainiert wurde seit 2008 in einem umgebauten Stall des Gasthauses. Dann wurde das Gebäude verkauft. Die Dartspieler konnten weiterhin im Saal des Gasthauses trainieren, mussten aber immer nach den Trainings und Turnieren ihre Dartautomaten usw. wegräumen, was natürlich mühsam war. „Die Familie Weissensteiner, die das Gasthaus seit zwei Jahren betreibt, benötigt den Saal nicht, auch die WWG hat keinen Bedarf dafür. Daher haben wir uns entschlossen, diese Räume selbst anzumieten“, erklärt Gründungsobmann Fessl. Seit zwei Jahren wurde hier fleißig gearbeitet und ein WC sowie eine Küche eingebaut. „Dafür haben wir rund 5.000 Euro aufgewendet“, betont Fessl.

Damit auch rechtlich alles passt, wurde vom Dartverein das Gastgewerbe angemeldet. „Somit können wir die anwesenden Dartspieler und die Gäste, die vor allem bei den Ligaspielen gerne zusehen, auch bewirten.“

Die vier Dartautomaten, die für die Liga-Spiele verwendet werden, und weitere vier, die bei den Vereinsturnieren eingesetzt werden, haben nun ihren fixen Platz. Gespielt wird „Softdart“. Dabei kommen Dartpfeile mit Kunststoffspitzen zum Einsatz.

Bei den Liga-Spielen geht es um „501 auf Null“, wobei es in der Bezirksliga für das „Ausmachen“ keine Vorgabe gibt. „In der Gebietsliga muss man mit einem Triple oder Double ausmachen, in der Landesliga nur mit einem Doppel. Da steigt natürlich die Spannung“, erklärt Fessl.

Unsicher, wann Pfeile wieder fliegen dürfen

Wann es wieder Turniere im neuen, eigenen Dartsaal geben wird, ist offen. „Die Herbstsaison wurde nach mehr als der Hälfte der absolvierten Ligaspiele abgebrochen. Diese Saison wollen wir natürlich fertigspielen, nachdem die heurige Frühjahrssaison bereits abgesagt worden ist“, meint Fessl, der auch als sportlicher Leiter des ÖCSV Niederösterreich fungiert. „Wir werden mit den Turnieren starten, sobald es in der Gastronomie losgehen darf.“

Aber nicht nur die Dartspieler und die Zuschauer können den Saal nutzen. „Die Line-Dance-Gruppe aus Rappottenstein hat hier einen neuen Trainingsort gefunden. Gegen einen kleinen Mietbeitrag tanzen sie im großen Raum, den wir nur bei großen Vereinsturnieren benötigen“, zeigt Fessl auf.