Endlich wieder Derbyliga. Schremser Beers steigen wieder ein, aber in der Landesliga. Woodquarter Red Devils freuen sich über erste Derbys seit Jahren. Zwettler Originals bleiben in SG mit den Beers.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 12. Mai 2021 (03:38)

Gleich eine Reihe von Neuerungen bringen die Sport-Öffnungen ab 19. Mai für die Waldviertler Baseballklubs Schremser Beers, Woodquarter Red Devils und Zwettler Originals mit sich. Die gravierendste: Nach dem freiwilligen Abgang der Beers aus der Regionalliga Ost in die Landesliga Ost spielen erstmals seit einigen Jahren wieder alle drei gemeinsam in einer Liga. Saisonstart am 12. Juni.

Beers beenden Pause

„Eigentlich war der 1. Mai geplant, aber durch den Lockdown war das natürlich nicht möglich“, erklärt Beers-Vorstand Wolfgang Styll. „Jetzt wurde nach hinten verschoben. Klar ist, dass es eher eine kleine Sommerliga werden wird. Ist eben ein Ausnahmejahr.“ Acht Spieltermine sind angesetzt, Ersatztermine sind aber rar. „Gut möglich, dass am Saisonende nicht alle Teams gleich viele Spiele absolviert haben“, so Styll. „Wichtig ist aber, dass es endlich wieder losgeht.“

Die lange Pause hat auch bei den Schremser Beers die Lust auf Baseball wieder geweckt. Trainingsstart ist am Pfingstwochenende. Im Vorjahr stellte der Waldviertler Pionier ja kein Team für die Regionalliga Ost, wollte sich auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren. „Das ging durch die Corona-Pandemie aber auch kaum“, moniert Styll. Viele Youngster des Teams, das eigentlich in die Nachwuchsmeisterschaft einsteigen wollte, sind weggebrochen. Jetzt möchten die Granitstädter die verbliebenen Burschen gleich bei den Erwachsenen integrieren. Darum auch der freiwillige Abschied aus der Regionalliga, die ab heuer 2. Bundesliga heißt.

SG Beers/Originals bleibt

 „Der Sprung in die 2. Bundesliga ist für die Burschen dann doch sehr groß, das würde ihnen keinen Spaß machen“, sagt Styll. „In der Landesliga können sie besser reinwachsen.“ Ein weiteres Problem sei der Kader. „Mit Legionär können und wollen wir derzeit nicht spielen, aber ohne Legionär kannst du in der 2. Bundesliga kaum bestehen“, erklärt Styll. „Wir haben auch einige Leute dabei, die nicht immer am Wochenende verfügbar sind. Da wird der Kader dann dünn.“ Weiteres Plus in der Landesliga: Mehr Spieler der Zwettler Originals, die die Spielgemeinschaft verlängert haben, werden zum Einsatz kommen.

Meistertitel als Ziel

„Die SG ist für uns der richtige Weg“, betont Originals-Obmann Jürgen Hauer. „So können unsere Spieler spielen und die Beers können unsere Spieler auch gut brauchen.“ Eine Rückkehr zum eigenständigen Spielbetrieb sei derzeit kein Thema. Trainings im Zwettltal sollen stattfinden.

Gut möglich, dass einige Originals so zu Meisterehren kommen. Denn der Landesliga-Titel ist das Ziel der Beers. „Das soll nicht überheblich klingen. Es gibt in der Landesliga genug starke Teams, das wird kein Spaziergang“, betont Styll. „Aber das ist einfach unser Anspruch.“

Freude bei Red Devils

Auch wenn‘s vielleicht nur ein Jahr dauert: Die Freude über die Rückkehr des Derbygegners ist bei den Woodquarter Red Devils groß. „Nach vielen Jahren gibt es endlich wieder Derbys“, sagt Präsident Rainer Fuchs. Ebenfalls neu in der Landesliga sind die Farmteams der Schwechat Blue Bats und der Graz Dirty Sox. „Unser Ziel ist die Qualifikation für das Mittlere Play-off“, schildert Fuchs.

Eigentlich hätten die Red Devils schon im Vorjahr ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern wollen. Wegen der Corona-Pandemie fiel das ins Wasser. Auch für heuer hat Fuchs noch keine großen Hoffnungen dafür: „Dann machen wir wahrscheinlich zu Pfingsten 2022 eine 20+2-Feier. Das sollte nämlich schon eine richtige Party werden, wie wir uns das vorstellen.“