Silvia Wührer: Trotz Troubles top. Silvia Wührer schraubte trotz Trainingsrückstand ihre Bestzeit auf der Mitteldistanz gewaltig nach unten.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 06. Juni 2018 (02:00)
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Der zweite Mitteldistanz-Triathlon lief für Silvia Wührer nicht reibungslos ab, im Ziel war sie dennoch zufrieden.
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Einen tollen Erfolg feierte Silvia Wührer am Wochenende beim Linz-Triathlon über die Mitteldistanz – ihrer erst zweiten nach der Premiere im Vorjahr in St. Pölten. Die noch immer von Knieproblemen und dadurch bedingten Trainingsrückstand geplagte Zwettlerin finishte den Triathlon in der Oberösterreichischen Landeshauptstadt als Gesamt-Elfte, wurde in der W40-Klasse Vierte.

Am meisten überraschte Wührer aber die Zeit. Mit 5:27 Stunden unterbot sie ihre Zeit von St. Pölten gleich um eine halbe Stunde. „Dass ich diese Zeit verbessern kann, damit habe ich schon gerechnet, aber dass dabei gleich so etwas rauskommt, damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt sie im NÖN-Gespräch. „Ich kann noch immer nicht richtig laufen, schaffe vielleicht zehn Kilometer pro Woche. Und durch den Boston-Marathon konnte ich erst spät mit dem Rad-Training beginnen. Die längste Strecke, die ich gefahren bin, waren 60km.“

„Mit der Gesamtzeit war ich zufrieden, aber auch echt total überrascht.“Silvia Wührer zu ihrem zweiten Mitteldistanz-Start

Beim Triathlon sollten‘s dann 90 werden, quer durchs hügelige Mühlviertel. „Ich hatte im Vorfeld sehr gemischte Gefühle, hab auch überlegt, ob ich mich auf die Olympische Distanz ummelden soll, dann aber doch gesagt: Ich probier‘s.“

Das Schwimmen begann dann gleich mit einem Rückschlag. Im Gewusel hatte sie mit Luftproblemen zu kämpfen und musste nach 200 Metern einen Stop einlegen. „Ich bin dann etwas zur Seite geschwommen, wo ich mehr Platz hatte, und habe dort gut in meinen Rhythmus gefunden“, schildert sie. Es war ein guter Rhythmus: Wührer entstieg als achte Frau dem warmen Perschlinger See. „Unvorstellbar!“

Es ging auf die Radstrecke mit 1.200hm. Flache Stücke gab‘s kaum. Und wo es flach war, gab‘s entlang der Donau Gegenwind. Das Wetter spielte aber mit und nach 3:03std kam sie in die Wechselzone. „Ein 30er-Schnitt ist für meine Verhältnisse schwer in Ordnung. Ich musste zwar ein niedrigeres Tempo anschlagen, verlor etliche Plätze, aber ich wusste ja, dass ich Trainingsrückstand habe“, so Wührer.

Der Laufsplit wurde dann bei schwülen Bedingungen aber schwer. Das Manko lernte sie schon auf der Kurzdistanz in Klosterneuburg vor einigen Wochen kennen. „Die ersten Kilometer ging‘s gut. Aber dann wurde es schwer“, so Wührer. Dennoch machte sie im Halbmarathon (1:44h) unzählige am Rad verlorene Plätze wieder gut.

Silberbauer gewann Olympische Distanz

Nach 5:27 lief sie als Gesamt-148. über die Ziellinie, war dabei die elftschnellste Frau. „Mit der Gesamtzeit bin ich echt zufrieden, war aber total überrascht“, schmunzelt Wührer. Ebenfalls am Start waren die LTU-Waidhofner Rudi Langsteiner (5:16) und Bernd Höfinger (5:32). Wührers Klubkollege bei den Zwettler Kosmopiloten Walter Zobernig finishte in 6:53.

Auf der Olympischen Distanz gewann der Buchberger Andreas Silberbauer in 2:01h. Kosmopilotin Cornelia Fuchs wurde in 2:40 20. der Frauenwertung (Gesamt-128.).