Silvia Wührer: Sieg zum Abschluss. Am letzten Tria-Wochenende gab sich Silvia Wührer den Vienna Triathlon auf der Donauinsel – und war gleich schnellste Frau.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (02:56)

Während die Ausdauer-Welt auf den Vienna City Marathon geblickt hat, haben sich rund 170 Triathleten auf der Wiener Donauinsel dem letzten Triathlonwochenende hingegeben. Mit von der Partie war auch die Zwettlerin Silvia Wührer, die zum Saisonabschluss auch gleich noch einmal die Frauenwertung gewonnen hat.

Das Wetter bescherte den Triathleten noch einmal ein schweißtreibendes Event: kaum Wind, dazu etwa 26 Grad Lufttemperatur. Da wurden die 1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen noch mehr zu einer Herausforderung.

Die Neue Donau, in die es mit Massenstart in den Schwimmsplit ging, war anfangs ziemlich beengt, bald löste sich der Stau im 19,5 Grad warmen Wasser aber auf. „Ich habe mich sehr gut gefühlt. Als mein Mann mir beim Ausstieg zurief, dass ich vierte Dame bin, ist mir aber schon ein kurzes Wow durch den Kopf gegangen“, schildert Wührer.

Die Radstrecke verlief über vier 10km-Runden, auf denen die Kosmopilotin mit Druck am Pedal versuchte, den Abstand zu den vorderen Damen zu verkleinern. „Irgendwo dürfte ich in der letzten Runde die Führende überholt haben“, wunderte sich Wührer, als sie in der Wechselzone erfuhr, dass sie schnellste Dame war. „Ich war einfach nur geflasht, ging als Gejagte auf die Laufstrecke.“

Dort drückte die Zwettlerin anfangs aufs Tempo, da sie nicht wusste, wie weit die Zweiplatzierte zurückliegt. Erst bei Kilometer vier rief ihr Mann Thomas vom Streckenrand zu, dass sie 55 Sekunden vorne liegt. „Ein guter Polster, aber nachlassen durfte ich keinesfalls…“, so Wührer. „Die letzten zwei Kilometer waren auch für mich sehr hart, aber die Möglichkeit diesen Triathlon zu gewinnen, beflügelte mich schon sehr.“

Lächelnd und glücklich überquerte sie nach 2:15.30std schließlich die Ziellinie. „Unglaublich! Hatte ich doch tatsächlich gewonnen“, grinste sie. „Nie hätte ich damit auch nur ansatzweise spekuliert.“