St. Pölten

Erstellt am 21. Oktober 2018, 14:58

von Beate Steiner

10.243 Unterschriften für die Volksbegehren. Im Österreichschnitt: Direkte Demokratie ist St. Pöltnern ein Anliegen. Frauenbeauftragte Eigelsreiter will Forderungen beharrlich verfolgen.

Martina Eigelsreiter fordert auf, Frauenrechte weiter einzufordern.  |  Archiv

Niederösterreichs Landeshauptstadt liegt im Trend – die Ergebnisse der drei Volksbegehren weichen kaum vom Österreich-Durchschnitt ab. Für das „ORF ohne Zwangsgebühren“-Begehren unterschrieben 5,02 Prozent der stimmberechtigten Österreicher und 5,1 Prozent der St. Pöltner. Das ergab 2.006 Stimmen für das ORF-Volksbegehren.

5.437 St. Pöltner unterschrieben „Don‘t smoke“, das sind 13,83 Prozent der Stimmberechtigten, gesamtösterreichisch waren es 13,82 Prozent. Unter das Frauenvolksbegehren setzten 2.800 St. Pöltner und St. Pöltnerinnen ihre Unterschrift, also 7,12 Prozent. In ganz Österreich waren es 7,56 Prozent der Stimmberechtigten.

"Gleichstellung noch in weiter Ferne"

St. Pöltens Frauenbeauftragte Martina Eigelsreiter sieht die Unterschriften jedenfalls als Vorgabe, dass sich die Regierung mit dem Thema Gleichstellung der Frauen weiter intensiv befassen sollte. „Der jährliche Equal Pay Day zeigt auf, dass echte Gleichstellung noch in weiter Ferne ist.“

Vollbeschäftigte Männer haben bis 20. Oktober schon so viel verdient, wie vollzeitbeschäftigte Frauen bis Jahresende. „Bleibt es beim aktuellen Reformtempo, wird es noch 217 Jahre dauern, bis Frauen und Männer gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“, so Eigelsreiter. Die Frauenbeauftragte appelliert an alle, beharrlich weiterzumachen und darauf zu bestehen, dass die Forderungen umgesetzt werden.