2.500 Haushalte ohne Strom. ST. PÖLTEN / Kurzschluss in Erdleitung bei der Stadtwald-Siedlung ließ kurzfristig Bahnhof und Klinikum unversorgt. Während Schaden behoben wurde, kam es zu Folgeausfall im Süden.

Von Daniel Lohninger und Mario Kern. Erstellt am 13. Januar 2014 (23:59)
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Von Daniel Lohninger und Mario Kern

Eine beschädigte unterirdische 20.000-Volt-Kabelleitung ließ am frühen Samstagabend bei etwa 2.500 St. Pöltner Haushalten die Lichter ausgehen. Betroffen waren laut EVN im Norden die Stadtwald-Siedlung und das Gebiet nördlich des Bahnhofs, im Süden mussten die Haushalte rund um das Fernheizwerk Süd teilweise einige Stunden ohne Strom auskommen.

Der Kurzschluss in der Erdleitung in der Stadtwald-Siedlung ließ kurzfristig mehr als ein Dutzend Trafostationen ausfallen. Auch der Hauptbahnhof kam stromtechnisch zum Erliegen. Einige Züge konnten solange nicht weiterfahren, bis ein ausgefallenes Stellwerk nach gut einer halben Stunde wieder neu gestartet werden konnte.

Das Personal und die Patienten im Landesklinikum wurden ebenso vom Stromausfall überrascht. Hier wurde rasch reagiert und das Gebrechen mit Hilfe eines Notstromaggregates überbrückt.

Noch am Abend betreffende Stelle aufgegraben

Die EVN war sofort mit Kabelmesswagen ausgerückt, um den Fehler zu orten, zu beheben und nach gut 30 Minuten Entwarnung zu geben. „Das defekte Stück wurde weggeschaltet, die Trafostationen wurden umgehend über andere Leitungen versorgt“, informiert EVN-Pressesprecher Stefan Zach. „Bei Stromausfällen werden defekte Trafos immer über andere Leitungen versorgt. Damit sind wir für solche Fälle abgesichert.“

Noch am Abend wurde die betreffende Stelle bei der Stadtwald-Siedlung aufgegraben, am Sonntag schließlich wurde die kaputte Leitung gegen eine neue ausgetauscht.

In diesem Bereich dürften die meisten Haushalte nur kurz keinen Strom gehabt haben, so Zach. Kurz darauf kam es aber zu einem Folgeschaden im Süden der Stadt: Im Bereich des Fernheizwerks Süd an der Porschestraße legte ein doppelter Kurzschluss in einem Kabelschrank die Strom-Versorgung lahm. „Der Schaden war massiv, die Behebung dauerte deutlich länger“, weiß Stefan Zach. „Die Kollegen haben bis spät in die Nacht daran gearbeitet.“ Nach dem Kurzschluss waren mehr als 15 Trafostationen ohne Strom, gegen 22 Uhr waren nur mehr 150 Wohnungen unversorgt. Die Kabelleitungen wurden in den späten Nachtstunden repariert.